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Segeberg Welt der Ego-Shooter erkundet
Lokales Segeberg Welt der Ego-Shooter erkundet
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17:31 11.06.2009
Kreis Segeberg

20 Mütter und Väter lernten bei dem Gratis-Schnupperkursus des Landesfamilienministeriums und des Offenen Kanals Schleswig-Holstein, was bei Games so ablaufen kann. Dabei waren die Teilnehmer weit entfernt davon, die Computernutzung zu verteufeln. „Ohne die elektronischen Medien geht heute auch im Beruf nichts mehr. Daher kommt es mir darauf an, meinen Kindern Laura und Philipp zu einem vernünftigen Umgang mit dem PC zu bringen“, sagte Torsten Maaß aus Bühnsdorf.

Beim Game-Test zeigte sich der 46-jährige Bauingenieur probierfreudig. Mit Spezialhandschuhen ausgestattet, boxte er an der Playstation-2-Konsole mit virtuellen Fantasygestalten; danach agierte er als Dirigent. Solche Bewegungsspiele kamen bei Maaß gut an. „Bei ihnen wird man zumindest nicht zum Couch-Potatoe“, befand er. „Konsolen-Games lassen sich von mehren Teilnehmern spielen. Sie schaffen so auch Gemeinschaft“, berichtete Moderator Torben Sachert (29) vom Offenen Kanal.

Dass Konsolen-Spiele Spaß für die Familie bringen, bestätigte Gaby Flucke (42) aus Neuengörs. Mit ihren Söhnen Leon (14) und Anton (11) hat sie bereits virtuell Golf und Tennis gespielt. „Bevor meine Söhne richtig in der Game-Szene drin sind, will ich wissen, was dort kursiert“, begründete die 42-Jährige ihren Besuch beim Game-Treff. Folglich testete sie mit „Counterstrike“ eines der bekanntesten Shooter-Spiele. Mit einer Pistole bewaffnet, sollte sie sich mit zwei anderen Teammitgliedern gegen eine gleichstarke Verbrecherpartei durchsetzen. Doch ehe sie sich versehen hatte, war sie schon erschossen worden. „Da die Mitglieder eines Teams ihre Aktionen abstimmen müssen, kann ich verstehen, dass das Spiel Jugendliche fasziniert“, sagte sie nach ihrer Counterstrike-Runde. Allerdings wurden auch Games vorgestellt, die jenseits ihrer Toleranzgrenze lagen. Betroffen machte eine Szene, in der ein Kopf zertümmert wurde.

Sachert und die Kreisjugendschutzbeauftragte Marion Laaser, die den Game-Treff ín den Kreis Segeberg geholt hatte, lobten die Anwesenden. „Sie zeigen Interesse, an dem, was ihre Kinder tun“, erklärten beide. Damit sie auch wissen, was auf dem Jugendzimmer-PC läuft, empfahlen beide, den Eltern, sich von den Kindern die Games erklären zu lassen. Ein weiterer Tipp war, die PC-Zeit zu begrenzen und Aktionen für die ganze Familie zu planen.

Ausgesprochen hilfreich fand Gaby Flucke die Informationen zum Jugendschutz. Das von der Computerspiel-Industrie geschaffene Gremium der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) versieht die gehandelten Games nämlich mit Alterskennzeichnungen mit Grenzen von sechs, zwölf, 16 und 18 Jahren. Wie Sachert betonte, seien die Angaben keine Empfehlungen, sondern haben einen verpflichtenden Charakter. Wer Jugendlichen Zugang zu nicht altersgemäßen Programmen verschaffe, müsse mit Ordnungsstrafen bis zu 50000 Euro rechnen. „Das ist gut zu wissen, falls meine Jungen einmal etwas spielen wollen, was über ihrer Altersgrenze liegt. Denn der Hinweis auf das Bußgeld ist ein so gutes Argument, dass Diskussionen gar nicht erst aufkommen dürften“, stellte Gaby Flucke zufrieden fest.

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