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Segeberg Klimaschutz mit schwarzen Schläuchen
Lokales Segeberg Klimaschutz mit schwarzen Schläuchen
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20:01 23.07.2019
Von Einar Behn
Vom Geschäftsführer der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH, Stefan Brumm (2. v. links), erhielten Marc Fischer (links), Geschäftsführer der Stadtwerke, Bürgermeisterin Verena Jeske und Schwimmmeister Hans Peter Kalusok (rechts) als Anerkennung für die Teilnnahme an der Energieolympiade eine Urkunde. Quelle: Uwe Straehler-Pohl
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Bad Bramstedt

Gewonnen hat die Stadt aber auch so. Auf Anregung von Schwimmmeister Hans Peter Kalusok, hatten die Wirtschaftsbetriebe der Stadt im Freibad Roland-Oase im Jahr 2016 in das Projekt „Solar-Flex-Absorber-Anlage“ 86000 Euro investiert.

Sie besteht aus zusammen 35 Kilometer langen schwarzen Plastikschläuchen, die auf 1200 Quadratmetern Dachfläche verlegt wurden. Durch Pumpen wird das Wasser der Becken durch die Schläuche getrieben. Die Sonne sorgt für die Erwärmung. Das erwärmte Wasser wird wieder den Becken zugeführt. Bei bedecktem Himmel oder Regen funktioniert das natürlich nicht. Dann kommen das Blockheizwerk, die Wärmepumpe und der Heizkessel zum Tragen und erwärmen das Badewasser auf 26 Grad Celsius. 

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Nach Angaben von Marc Fischer, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Bramstedt, werden mithilfe der Anlage rund 360000 Kilowattstunden (kWh) Energie pro Jahr für das Beheizen der Becken gespart, im Rekordsommer 2018 waren es sogar 600000 kWh. Dies ergibt sich unter anderem durch einen verminderten Gasverbrauch.

30 Prozent der Energiekosten gespart

In Euro bedeutet dies durchschnittliche Einsparungen von etwa 30000 Euro jährlich, 30 Prozent der Energiekosten einer Saison, die nur für die Schwimmbecken aufgewendet werden. Hinzu kommen allerdings noch weitere Heizkosten, beispielsweise für die Wärmehalle, erklärt Marc Fischer.

„Eine einfache Anlage, große Einsparungen und eine Amortisation in circa drei Jahren“, bilanzierte Stefan Brumm. Er war als einer der beiden Geschäftsführer der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein gekommen, die die Energieolympiade veranstaltet.„Leider hat es andere, komplexere Einrichtungen gegeben, sodass wir in Bad Bramstedt keine Prämie, sondern nur eine Urkunde als Anerkennung vergeben konnten“, bedauerte Brumm, Mitglied der Jury und auch als Stadtverordneter der CDU in der Bad Bramstedter Kommunalpolitik aktiv. „Ziel der Teilnahme an der Energie Olympiade sollte aber nicht nur sein, ein Preisgeld zu gewinnen, sondern das Projekt bekannter zu machen und damit zur Nachahmung anzuregen“, so Brumm

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