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Segeberg Anwohner starten Bürgerbegehren
Lokales Segeberg Anwohner starten Bürgerbegehren
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20:45 16.05.2017
Von Michael Stamp
Luzian Roth (von links), Gunther von Tluck und Toschonowitz sowie Karsten Wilkening sind die Initiatoren des Bürgerbegehrens. Thomas Lübke unterstützt sie in ihrem Anliegen. Quelle: Michael Stamp
Bad Segeberg

„Die Politik will in diesem Bereich den Flugzeugträger parken“, erklärt Sprecher Karsten Wilkening. „Da haben wir keinen Bock drauf.“ Hauptgrund ist, dass die Initiatoren ein Verkehrschaos in dem Wohngebiet fürchten. Mit dem Bürgerbegehren wollen sie einen Bürgerentscheid erzwingen, der möglichst am 24. September – dem Tag der Bundestagswahl – über die Bühne gehen soll.

Seit Monaten wenden sich die Kritiker gegen die Anlage mit rund hundert Wohneinheiten. Auf einem Nachbargelände sollen zudem rund dreißig weitere Wohnungen entstehen sollen; dieses Projekt wird Mittwoch in der Sitzung des städtischen Bauausschusses vorgestellt.

Man habe alle formalen Vorgaben für ein Bürgerbegehren erfüllt, erklärt Sprecher Wilkening. „Damit die Stadt keinen formalen Widerspruch einlegen kann, womit wir rechnen.“ Aus diesem Grunde sei die Frage auch „ein bisschen komplizierter“ formuliert worden. Sie läuft darauf hinaus, eine deutliche geringere Bebauung zu fordern. Genau dazu Bebauung hatte die Stadtvertretung vor sieben Jahren einen Grundsatzbeschluss gefasst. Es fand sich aber kein Investor, der das Projekt realisieren wollte.

Neben Karsten Wilkening und Gunther von Tluck und Toschonowitz ist der frühere CDU-Stadtvertreter und ehemalige Bauausschuss-Vorsitzende Luzian Roth ein Unterzeichner des Bürgerbegehrens. Die Nelkenweg-Anwohner wollen innerhalb von rund sechs Wochen mindestens 1300 gültige Unterschriften sammeln, die  notwendig sind. Die Anwohner sind optimistisch, dass sie das in Bad Segeberg schaffen. „Wir wollen uns genauso vertreten sehen wie die Interessen des Investors“, sagt Wilkening.

Dem Verkehrsgutachten, das die Verträglichkeit der Planungen mit dem Wohngebiet feststellt, glauben die Initiatoren kein Wort, sondern sprechen von erheblichen Mängeln. Auch glauben sie nicht, dass die geplante Tiefgarage mit 150 Plätzen ein Park-Chaos in den angrenzenden Straßen verhindern wird.

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