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Segeberg Zukunftsvision auf Russisch und Deutsch
Lokales Segeberg Zukunftsvision auf Russisch und Deutsch
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21:50 18.03.2018
Von Einar Behn
Die Schüler aus Russland und ihre deutschen Gastgeber hatten Fotos und schriftliche Ergebnisse ihrer Zukunftsvisionen auf eine Stellwand gepinnt. Betreut wurden die jungen Leute von der russischen Lehrerin Valentina Miagkostupova und ihrem deutschen Kollegen Harald Schilling. Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

Stand bisher das Sightseeing im Vordergrund der Besuchsprogramme, ist es nun ein Projekt. Es ging um Zukunftsvisionen. Schilling sagt, um Fördergelder zu bekommen, müsse der Schüleraustausch unter einem Thema stehen. Sigthtseeing komme im Kultusministerium nicht mehr so gut an.

Passend zum Thema guckten sich die jungen Leute aus Russland gemeinsam mit ihren gleichaltrigen Gastgebern Sience-Fiction-Filme wie „Star Wars“ oder „2001: Odyssee im Weltall“ an. Ein Besuch des Hamburger Planetariums machte den Ausflug ins All perfekt. Und in Arbeitsgruppen wurde das Thema dann vertieft. „Wie stellst du dir die Welt in 100 Jahren vor?“, lautete eine Frage. Eine Schülerin schrieb: „Es gibt kaum noch Natur, der Meeresspiegel steigt, Gärten/Plantagen sind auf Hochhäusern.“ Sie wusste auch einen Ausweg: „Man sollte ein ganz großes Raumschiff für mehrere Generationen bauen, um auf andere Planeten zu kommen.“

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Die zehn Tage boten den Jugendlichen des 8. bis 10. Jahrgangs aber auch Zeit für Ausflüge. In Hamburg informierten sie sich über den weiteren Ausbau der Hafen City, machten ein Foto vor dem Holstentor in Lübeck und dem Roland in Bremen und ließen sich den kalten Wind auf Sylt um die Nase wehen. Und wie gefiel es den jungen Leuten aus der 4,9-Millionen-Einwohner-Metropole im beschaulichen Bad Bramstedt? „Gut“, antwortete Kristina Grigoryan knapp. Auch das deutsche Essen gefalle ihr. Und dann wich sie dem Reporter doch lieber aus. Deutsch ist eben eine schwere Sprache, auch wenn die jungen Russen sie in ihrer Schule 352 als erste Fremdsprache schon ab der zweiten Klasse lernen.

Im September erfolgt der Gegenbesuch. 13 Gymnasiasten aus Bad Bramstedt und Umgebung fliegen dann nach Sankt Petersburg und werden dort, wie die Russen hier, das Familienleben ihrer Gastgeber kennenlernen.

Michael Stamp 18.03.2018
Einar Behn 18.03.2018
Nicole Scholmann 18.03.2018