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Segeberg Zwei, die ihre Oldies lieben
Lokales Segeberg Zwei, die ihre Oldies lieben
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07:28 22.01.2019
Von Klaus-Ulrich Tödter
Die Liebe von Horst-Helmut (links) und Armin Ahrens gilt ihren Unimogs. Die beiden Oldtimer sind jeweils 25 000 bis 30 000 Euro wert. Quelle: Klaus-Ulrich Tödter
Kattendorf

Und noch etwas verbindet die beiden Kattendorfer Armin und Horst-Helmut Ahrens: Mit ihren gepflegten Oldtimern gehen sie auch manchmal zusammen auf große Tour.

Unimog steht für Universal-Motor-Gerät. 1950 kaufte Daimler-Benz der Firma Boehringer die Unimog-Produktion ab, die immer noch läuft.

Der unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg konzipierte Wagen war ursprünglich als rein landwirtschaftliches Fahrzeug gedacht. Er sollte einem zweiachsigen Schlepper ähneln, aber vier gleich große Räder, Allradantrieb mit Differenzialsperre, schraubengefederte Portalachsen, geschützte Antriebswellen in Schubrohren, Trommelbremsen an allen Rädern und einen Leiterrahmen haben. So kam er 1949 auf den Markt.

Die Männer haben ihr Unimogs selbst restauriert

Der Unimog von Armin Ahrens stammt aus dem Jahr 1956, der von Horst-Helmut ist sechs Jahre älter. Er kommt aus der Nähe von Buxtehude und wurde auf Fehmarn restauriert. Aber nicht so, wie sich Ahrens das vorgestellt hatte. „Da habe ich noch einiges machen lassen“, sagt Horst-Helmut. Der vorherige Eigentümer wollte den Unimog eigentlich gar nicht verkaufen, betrachtete ihn auch als Wertanlage. „Aber der Besitzer kam nicht mehr ins enge Führerhaus und passte wegen seiner Leibesfülle nicht mehr hinter das Lenkrad. Da hat er sich schließlich doch von seinem guten Stück getrennt.“ Ihn hat Horst-Helmut aber später noch einmal bei einem Oldtimertag wiedergetroffen. „Da schlich einer immer um den Unimog herum und schaute sich alles genau an. Er hat sein Ex-Fahrzeug wiedererkannt, und ich ihn dann auch.“

Armin hat seinen aus Bornhöved. „Der war erst zur Hälfte restauriert. Der Motor schwächelte“, erinnert er sich. „Der musste komplett aus- und wieder neu aufgebaut werden.“ Heute sind beide Fahrzeuge Schmuckstücke und zwischen 25 000 und 30 000 Euro wert. Der damalige Neupreis lag bei rund 20 000 Mark. 

Aber ans Verkaufen denken beide nicht, dafür lieben sie ihre Gefährte viel zu sehr. Und für Horst-Helmut Ahrens steht fest, dass der Unimog auch nach seinem Tod in der Familie bleibt. „Das haben wir bereits abgesprochen.“

Die Liebe zum Unimog begann bei Armin Ahrens bei der Bundeswehr. „Ich bin dabei mit ihm in Boostedt durchs Gelände gefahren. Das war schwierig, hat aber riesigen Spaß gemacht.“ Seitdem war er vom Unimog-Virus befallen. 

Auf Sylt durften die Oldies neben Nobelkarossen stehen

Horst-Helmut Ahrens, ehemaliger Bürgermeister Kattendorfs und Ex-Amtsvorsteher des Amtes Kisdorf, wurde die Liebe zu Nutzfahrzeugen in die Wiege gelegt. Sein Vater war Fuhrunternehmer. „Ich habe noch immer Diesel im Blut“, gibt er zu. Am liebsten hätte er sich zwar einen alten Lastwagen gekauft, einen Mercedes oder Henschel, wie sie sein Vater hatte. „Aber die sind einfach zu groß.“ Deshalb wurde es der kleinere Unimog mit Diesel-Motor. Horst-Helmut Ahrens fasziniert wie seinen Namensvetter die Technik. „Die hat einfach was.“

Die Unimogs wollen auch bewegt werden. „Sie sind für die Garage einfach viel zu schade“, meinen die Besitzer.

Wenn sie gestartet werden, speziell jetzt im Winter, machen sie richtig Radau. „Aber das ist normal und hört sich doch richtig gut an“, sagt Armin Ahrens. „Die Motoren sind kerngesund“, ergänzt sein Namensvetter.

Horst-Helmut Ahrens hat jedes Jahr eine längere Tour unternommen, seit er seinen Oldtimer besitzt. Drei Mal war Armin mit ihm unterwegs. Die Fahrten dauern immer bis zu einer Woche und sind bis zu 1000 Kilometer lang.

Und da geht es nur langsam voran, denn die 34 und 25 PS starken Fahrzeuge laufen nicht viel schneller als gut 50 Stundenkilometer. Dafür sorgen sie für viel Aufmerksamkeit. Beim Warten auf den Autozug zur Insel Sylt fanden die Unimogs mehr Beachtung als die vielen Porsche. Und als vor dem Restaurant Sansibar auf der Promi-Insel gerade eine Ausstellung von Mercedes-Nobelkarossen stattfand, duften auch die grünen Wagen mit Allradantrieb dazu gestellt werden. „Das sind doch auch Mercedes-Fahrzeuge, wurde uns gesagt und hat uns natürlich gefreut“, erinnert sich Horst-Helmut Ahrens.

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