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Bauen & Wohnen Schneeschieber im Test
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09:57 08.11.2019
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
In der Stichprobe haben günstigere Schneeschaufeln einige Schwächen gezeigt - in einem Fall ist sie sogar gebrochen. Quelle: selbst ist der Mann/dpa-tmn
Köln

Im Süden sind sie ein Muss, im Norden sollte man sie aber auch haben: Schneeschieber und -schaufeln. Sie sind an manchen Wintertagen unerlässlich, um der weißen Decke vor dem Haus Herr zu werden und Passanten nicht zu gefährden.

Die Versuchs- und Prüfanstalt (VPA) und die Zeitschrift "Selbst ist der Mann" haben 19 Modelle untersucht - an einem kühlen Herbsttag an einem Eisstadion. Das Gesamtergebnis kann sich sehen lassen: Es wurden zweimal die Note "sehr gut" und zehnmal "gut" vergeben.

Für den Kauf eines Schneeschiebers haben die Experten diese Tipps:

Die Flüsterkante:

Wer in Straßen lebt, wo jeder Anwohner morgens selbst den Schnee vor seiner Haustür schippt, wird die sogenannte Flüsterkante lieben. Die Geräusche der scharrenden Schneeschippe auf dem Boden sind damit "drastisch niedriger als mit Alu- oder Stahlprofil", heißt es in der Zeitschrift (Ausgabe Dezember 2019).

Dabei zeigte sich im Test, dass der Kunststoff inzwischen auch so gut ist, dass er beim Schieben selbst keine Nachteile mehr gegenüber den Metallvarianten hat. "Sie verschleißen nicht mehr so schnell wie früher", erklärt Peter Baruschke, Test-Redakteur von "Selbst ist der Mann".

Die Flüsterkante sitzt am Ende der Schaufel und besteht aus Kunststoff. Sie ist vergleichbar mit einem flexiblen Schaber, um Reste aus der Teigschüssel oder der Pfanne zu entfernen.

Runde oder scharfe Kante:

Eine scharfe Kante sollten Schneeschieber und -schaufeln dort haben, wo Asphalt liegt oder der Belag besonders glatt ist, rät Baruschke. Denn dort sind diese Schippen in der Lage, den Schnee komplett wegzuräumen.

Die abgerundete Kante ist besser bei Unebenheiten, wo das scharfkantige Profil hängen bleibt und man beim Wegschieben einer Schneeschicht abrupt gestoppt wird. Nachteil der abgerundeten und leicht nach oben zeigenden Kante: "Es bleibt ein leichter Film auf dem Boden zurück", erklärt der Experte.

Verdrehschutz:

Das obere Stielende kann einfach nur abgerundet sein oder einen Griff in D-Form haben - von Profis auch als Verdrehschutz bezeichnet. Er hilft dem Nutzer, eine schwer mit Schnee beladene Schaufel beim Wegtragen besser horizontal zu halten, damit der Schnee nicht herunterfällt, bevor man das möchte.

Schieber mit oder ohne Schaufel:

Schneeschieber mit Schaufeln sind die üblichen Varianten. Man kann hier Schnee auch aufladen und wegtragen. Aber das ist heute nicht mehr überall nötig, und selbst in schneereichen Regionen gibt es immer weniger Tage mit entsprechender Witterung im Jahr. Braucht man sie also noch?

"Man kann grundsätzlich sagen: In Regionen, wo ich regelmäßig dicke Schneedecken habe, lohnt es sich, auch eine Schaufel zu kaufen", sagt Experte Baruschke. "Im Norden reicht meist nur ein Schieber." Ein Tipp: Schieber mit flexiblem Kunststoffschild können auch außerhalb des Winters eingesetzt werden, etwa als Besenersatz oder zum Abziehen von Wasser.

Für alle, die nicht so stark sind:

Das Schneeschippen ist anstrengend - und benötigt viel Krafteinsatz. Bereits zehn Zentimeter Nassschnee können bis zu 40 Kilogramm pro Quadratmeter wiegen. Wer das nicht schafft, dem rät Baruschke: "Einige Markenhersteller haben Modelle mit einem kleineren Blatt und einem kürzeren Stiel." Sie erfordern weniger Kraftaufwand.

Preis:

Modelle mit Preisen von unter 20 Euro seien nicht empfehlenswert, so Baruschke. Im Test haben sich bei den meisten Modellen der untersten Preiskategorie diverse mechanische Schwächen gezeigt, zum Beispiel hat sich in einem Fall das Teleskop gelöst, oder die Schaufel ist gebrochen. "Aber es gibt auch viele gute Schneeschieber. Man kann sagen, dass alle Produkte von Markenherstellern in Ordnung sind."

dpa

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