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Bauen & Wohnen Schnelle Pflanzenvermehrung: Das müssen Sie beim Setzen von Stecklingen beachten
Mehr Bauen & Wohnen Schnelle Pflanzenvermehrung: Das müssen Sie beim Setzen von Stecklingen beachten
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16:01 10.09.2019
Wer seine Fuchsie vermehren will, kann sich im Herbst einen Steckling schneiden und heranziehen. Quelle: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Neustadt/Weinstraße

Was bei Balkon-, Kübel- und Zimmerpflanzen funktioniert, klappt auch bei winterharten Gehölzen und Halbstauden, erklärt die Gartenakademie Rheinland-Pfalz. Krautige Pflanzen wie Fuchsie, Geranie, Fleißiges Lieschen, aber auch Gehölze wie Oleander, Gummi- oder Buchsbaum bieten sich für Kopfstecklinge an. Im Herbst werden diese am besten zwischen August und dem Abräumen der Sommerbepflanzung geschnitten.

Stecklinge: Kräftige Triebe sind optimal

Bei den Techniken der Pflanzenvermehrung spricht man grundsätzlich von der generativen (durch Samen) und vegetativen (durch Pflanzenteile) Vermehrung. Bei der Aussaat wird das Erbgut der Pflanzen neu kombiniert, bei der vegetativen Vermehrung wird die Mutterpflanze quasi geklont, man erhält ein exaktes genetisches Abbild. Deshalb werden viele Stauden, Gehölze, Balkon- und Zimmerpflanzen durch Stecklinge vermehrt. Laut der Fachzeitschrift "Mein schöner Garten" sind als Ausgangsmaterial kräftige und blütenlose einjährige Triebe für die Anzucht optimal geeignet.

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Stecklinge schneiden: So geht es

Mit der Gartenschere oder einem scharfen Messer schneidet man gut ausgereifte, aber noch nicht verholzte Triebenden ab. Als Faustregel gelten drei Blattpaare je Steckling. Um die Verdunstung kleinzuhalten, werden Blüten, Knospen und ein Teil der Blätter entfernt. Sehr große Blätter kann man außerdem halbieren oder einrollen und mit einem Gummiband zusammenhalten. Dann kommen die Stecklinge in einen Topf oder Kasten mit nährstoffarmer, durchlässiger Erde unter die Sand oder Perlit gemischt wird.

Nicht alle Rosen eignen sich für die Stecklingsvermehrung - und sortengeschützte Rosen dürfen so nicht vermehrt werden. Quelle: kontakt/Pixabay

Die Triebenden werden in die Erde gesteckt, angegossen und hell und warm aufgestellt. Als Verdunstungsschutz eine Folie darüber spannen oder einfach einen Müllbeutel überstülpen. In solch einem Mini-Treibhaus sollte die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht nass sein. Nach drei bis vier Wochen haben sich Wurzeln gebildet - die Pflanzen können umgetopft werden.

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Stecklingsvermehrung: Nicht mit jeder Pflanze möglich

Nicht jede Pflanze ist für die Stecklingsvermehrung gemacht. Laut "Mein schöner Garten" sind hier oft genannte Beispiele die Zaubernuss sowie einige Magnolien-Arten, aber auch viele Kieferngewächse bilden als Stecklinge keine Wurzel. Wer herausfinden will, welche Art für die Stecklingsvermehrung geeignet ist, sollte sich ihre Regenerationsfähigkeit anschauen. Meist lassen sich Pflanzen gut aus Stecklingen ziehen, wenn sie nach dem Rückschnitt selbst aus altem Holz wieder kräftig austreiben.

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David Sander/RND/dpa

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