Menü
Anmelden
Mehr Bilder Fotostrecke: Generation Corona
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:43 09.04.2020

Fotostrecke: Generation Corona

1-3 8 Bilder

Janosch Bárhó (21) aus Fockbek hat gerade sein Studium der Öffentlichkeitsarbeit und Unternehmenskommunikation an der FH Kiel abgeschlossen und wollte ein Praktikum in München beginnen, das nun verschoben wurde."Ich war schon aus dem Skiurlaub zurück, als entschieden wurde, dass Österreich-Urlauber in Quarantäne müssen. Auch die, die schon zurück sind", sagt Janosch. So musste seine Familie immerhin nur noch eine Woche zu Hause ausharren.Die Quarantäne war damit gerade noch rechtzeitig beendet, um ein Praktikum in der Sportredaktion von Sky in München beginnen. Zwei Tage vorher kam jedoch die Absage. "Es wurde erst einmal auf Anfang Mai verschoben." Bei Sky werde gerade nur mit einer Not-Crew gearbeitet, Sportveranstaltungen abgesagt. Die Gefahr, durch neue Mitarbeiter von außen das Virus in die Redaktion zu holen, sei zu groß, so das Unternehmen zu dem 21-Jährigen. Darum sei auch noch unklar, ob Janosch dann wirklich starten kann."Ich sitze nun zu Hause und hänge in der Luft",  sagt er. Die letzte Bachelor-Prüfung hat er im März noch ablegen können, nun arbeite er erst einmal aushilfsweise in bei einem Chemie-Unternehmen in Rendsburg. Die Wohnung in Kiel war bereit zur Übergabe an seinen Bruder, Kartons bei seinen Eltern eingelagert und eine Bleibe bei Bekannten in München organisiert.Was dem passionierten Sportler besonders schwer fällt, ist der Verzicht auf das Fußballtraining. "Darum habe ich jetzt schon alle möglichen Laufstrecken ausprobiert und mache Workouts mit meinem Bruder zu Hause." Kontakt zu Freunden hält er durch Online-Computerspiele und die Houseparty-App, die Videotelefonate mit mehreren Teilnehmern ermöglicht. "Meine Großeltern wohnen zum Glück gleich nebenan, da kann man sich mal über die Terrasse unterhalten", sagt er. (mrh)

Quelle: Privat

Die Corona-Pandemie habe bisher noch keine allzu dramatischen Auswirkungen auf sie gehabt, sagt Jale Demir (26). Aber es laufe doch vieles anders als geplant. „Leider ist mein Urlaub dadurch ausgefallen. Ich wäre eigentlich im März für eine Woche in die Türkei geflogen, um dort meine Großeltern zu besuchen“, erzählt die Kielerin. Und der lange geplante 80. Geburtstag der anderen Oma habe abgesagt werden müssen.Auch in ihrem dualen Studium an der Fachhochschule habe sich einiges geändert. „Ich hätte jetzt eigentlich die Verteidigung meiner Bachelorthesis gehabt, aber die wurde auf Ende Juni oder Anfang Juli verschoben.“ Ihre anderen Prüfungen im nächsten Trimester finden voraussichtlich später statt. Zudem starten die Vorlesungen erst am 20. April – wohl  alle als Online-Kurse. „Ich bin gespannt, wie das mit dem digitalen Unterricht so klappen wird.“Eigentlich ist Jale in ihrer Freizeit aktiv: „Ich unternehme viel mit Freunden, gehe gerne mal Kaffee trinken, ins Fitnessstudio oder feiern – das ist gerade verständlicherweise nicht mehr möglich.“ Da sie momentan viel Zeit habe, mache sie Homeworkouts, gehe laufen und ab und zu mal mit einer Freundin spazieren. „Es könnte einen also definitiv schlimmer treffen, ich habe nur die Befürchtung, dass es irgendwann relativ einsam oder langweilig werden könnte, falls das gesamte nächste Trimester auch nur online stattfindet“, schildert Jale. Aber natürlich gehe die Gesundheit vor und um sich selbst und andere zu schützen, befolge sie die neuen Regeln gern.

Quelle: Privat

Lennart Stahl ist 18 Jahre alt, engagiert sich bei der Grünen Jugend, bei Fridays for Future und besucht den 12. Jahrgang der Richard-Hallmann-Schule in Trappenkamp.Eigentlich. Denn momentan ist nicht viel mehr drin als Spazierengehen. Und seinen Job als Zeitungsausträger kann er noch machen. An der Kontakteinschränkung hat er zwar zu Knabbern, vor allem, da gerade zwei Freunde ihren 18. Geburtstag groß feiern wollten, aber bislang hält er sich hier noch mit Videochats über Wasser. "Für den 18. Geburtstag einer Freundin neulich haben wir uns etwas überlegt: Ich habe ein Geschenk auf die Straße vor mein Haus gelegt, dann ist eine andere Freundin mit ihrem Auto gekommen und hat es eingesammelt, zu Hause verpackt und dann zusammen mit anderen eingesammelten Geschenken dem Geburtstagskind vor die Tür gestellt."Was ihm derzeit schwerfällt, ist die Form des Home-Schoolings. "Unsere Schule hat das zwar schnell gut hinbekommen, aber stundenlang nur Zettel am PC bearbeiten, das ist auf Dauer wirklich nicht sehr erfüllend." In der Schule mache man zwar auch manchmal Aufgaben, die nicht so viel Spaß machen, aber da habe man auch nette Lehrer um sich herum und Mitschüler, mit denen man das zusammen machen könne. "Da müssen wir uns was überlegen. Vielleicht wären Videochats eine Idee."Ein neues Hobby hat sich Lennart noch kurz vor dem Shutdown zugelegt, quasi in weiser Voraussicht. „Ich habe zuvor nie im Leben Videospiele gespielt, aber kurz bevor die Kontakteinschränkung kam, hatte ich mir noch eine Konsole bestellt. Und es macht ziemlich Spaß zu spielen.“ (lat)

Quelle: Privat
1-3 8 Bilder
Bilder

7 Bilder - Sensationsfund