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10:43 09.04.2020

Fotostrecke: Generation Corona

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Fabienne Jahns (24) aus Kiel arbeitet derzeit im Homeoffice. Sie sei technisch von ihrem Arbeitgeber sehr gut ausgestattet worden. „So stellt das Arbeiten von zu Hause aus kein Problem dar.“ Ihre fehle aber der Austausch und die direkte Arbeit mit den Kollegen. „Die meiste Kommunikation findet aktuell über das Telefon statt – so viel wie jetzt habe ich wahrscheinlich in meinem ganzen Leben nicht telefoniert.“„In meiner Freizeit fehlt mir, neben dem direkten Kontakt zu Familie und Freunden, der Gang ins Fitnessstudio am meisten.“ Um Sport treiben zu können, sind Online-Workouts nun eine Alternative für sie.

Quelle: Privat

Amrei Seipel (18) hofft, in Kürze ihr Abitur an der Alexander-von Humboldt-Schule in Neumünster ablegen zu können.Ob die Prüfungen nun aber tatsächlich stattfinden und wie sie dann organisiert sein werden, weiß Amrei noch nicht. „Ich mache mir schon Gedanken, ob ich dort meine Mitschüler sehe oder allein in einem Raum sitze, ob ich mit einer Lehrkraft zusammen bin, die ich schon seit Jahren kenne oder ob eine fremde Person dann die Aufsicht hat.“Die Zeit nach dem Abi sei für viele eine große Findungsphase, nun überwiege jedoch die Ungewissheit unter ihren Freunden. „Viele Mitschüler hatten eigentlich geplant, ins Ausland zu gehen, das klappt jetzt natürlich nicht. Keiner weiß, was in Zukunft werden wir.“ Auch schöne Vorhaben nach dem Abi, wie eine bereits geplante Fahrradtour mit Freunden in Schweden, kann Amrei nun nicht machen. Allerdings ist sie optimistisch, ein Studium in Kiel beginnen zu können. „Ich denke, egal wie unser Abi letztendlich aussehen wird, eine Uni in Schleswig-Holstein wird sicher immer einen Schulabschluss aus Schleswig-Holstein anerkennen.“Bis dahin hilft ihr wie vielen das Internet, um mit den Kontakteinschränkungen klar zu kommen. „Mein Gitarrenlehrer schickt zum Beispiel jede Woche Videos, das ist eine schöne Idee. Und ansonsten telefoniere ich gerade so viel wie nie zuvor mit meinen Freunden.“In der Familie werden neue Brettspiele ausprobiert. Und das Großprojekt „Keller ausmisten“ stehe auch noch an. Ansonsten lautet Amreis Tipp für die ungewisse Zeit: „Ein wenig auf Regelmäßigkeit achten und Zeiten festlegen. Es klingt vielleicht komisch, aber wenn ich zeitig aufstehe, macht mich das im Endeffekt glücklicher.“ (lat)

Quelle: Privat

Lemmy Rosenbauer (26) studiert an der Kieler Fachhochschule BWL.Für ihn ist das Semester bereits wieder gestartet – im Internet. „Die Vorlesungen finden jetzt live online statt“, erzählt er. Und zwar zur selben Zeit wie ursprünglich geplant. „Das klappt technisch einwandfrei.“ Dennoch sei die Online-Lehre etwas anderes als sonst. „Die Dozenten erwarten mehr Eigenarbeit.“ Die digitalen Vorlesungen seien eher ein Dialog, in dem man noch offene Fragen klären könne. Und auch wenn die festen Video-Termine etwas Struktur geben, sei der Alltag anders als sonst. „Man hat muss sich den Tagesablauf neu bauen, ist deutlich mehr zu Hause.“Auch sportlich musste Lemmy umdenken: Fußballtraining und die Spiele am Wochenende fallen aus. „Ich glaube, die Saison muss abgebrochen werden.“ Dass Training fehle sehr, als Ausgleich gehe er nun zwei, drei Mal pro Woche Laufen. Wie das Studium findet bei Lemmy auch das Treffen mit Freunden nun online statt oder es wird telefoniert. In seiner Freizeit spiele er ansonsten auch etwas mehr Darts, eine Scheibe habe er in seiner Wohnung. „Und durch meine Freundin habe ich das Backen entdeckt.“

Quelle: Privat
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