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10:43 09.04.2020

Fotostrecke: Generation Corona

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Lisa Marie Helms (19) ist Schülerin des 13. Jahrgangs der Gemeinschaftsschule Probstei und bereitet sich aktuell auf ihr Sport-Abi vor.„Wie die praktischen Prüfungen im Mai aussehen werden, weiß ich noch nicht genau. Team-Sportarten oder Schwimmen werden wohl nicht möglich sein, man kann dafür ja auch gar nicht trainieren. Aber unsere Lehrer empfehlen uns, Joggen zu gehen, für die Ausdauer. Und dazu mache ich auch Krafttraining zu Hause.“In Ruhe lernen zu können, gefällt ihr zudem ganz gut. „Manchmal kommen in der Schule ja auch Fragen auf, die andere schon für sich geklärt haben. Ich finde es gar nicht schlecht, zu Hause für mich selbst zu gucken, was ich noch lernen muss.“Obwohl Hobbys gerade wegfallen – das Fußballtraining und Tanzen – und Lisa Marie Freunde und Mannschaftskolleginnen vermisst, kann sie dem Kontaktverbot auch Positives abgewinnen. „Wir genießen das zum Beispiel gerade in der Familie auch mal wieder Zeit für uns zu haben. Wir spielen oft zusammen Karten und werkeln im Garten herum.“Für Lisa Marie ist klar: Das ist alles nicht für ewig und die Freunde sind ja auch nicht weit weg. Außerdem merke sie gerade noch einmal ganz neu, wie kostbar Zeit diese Zeit immer gewesen ist. „Es ist vielleicht ganz gut, dass man das jetzt noch mehr wertzuschätzen weiß.“ Ihr Tipp: Positiv bleiben, Zeit für sich nehmen und morgens nicht so spät aufstehen. (lat)

Quelle: Martin Helms

Gina-Maria Kock (21) aus Kiel studiert Öffentlichkeitsarbeit und Unternehmenskommunikation im 6. Semester an der FH Kiel."Ich musste mein Auslandssemester in Litauen gerade wegen Corona abbrechen und wohne jetzt wieder bei meiner Mutter", sagt Gina-Maria. Das sei ganz schön ungewohnt, denn geplant war, dass sie bis zum Sommer in Vilnius bleibt, ihr WG-Zimmer in Kiel entsprechend lang untervermietet.Einen kleinen Schockmoment gab es, als sie erfuhr, in Vilnius Kontakt mit einer später Corona-diagnostizierten Studentin gehabt zu haben. "Das ist allerdings schon ein paar Wochen her und darum wurde ich gleich in Kiel getestet. Das Ergebnis war zum Glück negativ", sagt sie. Darum dürfe sie sich jetzt auch wieder frei bewegen.Langeweile komme bei ihr trotz des Kontaktverbots jedoch nicht auf. "Die Uni in Vilnius ist in der Online-Lehre schon sehr weit. Darum kann ich meine Kurse digital weiter besuchen und alle nötigen Creditpoints sammeln." Wahrscheinlich dauere ihr Studium deswegen nicht länger. Wie es mit Bewerbungen und Praktika aussieht, weiß sie jedoch noch nicht. "Ein für den Sommer geplantes Praktikum in einer PR-Agentur wurde auf jeden Fall erst einmal abgesagt."Die gewonnene Zeit will die Studentin der Öffentlichkeitsarbeit und Unternehmenskommunikation an der FH nutzen, sich ein bisschen auf sich zu besinnen und ihre Kenntnisse in Webdesign und Programmieren zu verbessern. "Bei Codecademy zum Beispiel gibt es gerade kostenlose Kurse für Studenten", sagt sie. So könne sie in der Sonne am Esstisch sitzen und trotzdem etwas lernen.Schade sei nur, dass sie wegen der Familie zurückgekommen und nun wegen des Kontaktverbots doch nur ihre Mutter sehen könnte. "Immerhin können meine Großeltern jetzt auch Videotelefonate führen." (mrh)

Quelle: Privat
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