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17:31 16.12.2020

Fotostrecke: Album-Tipps 2020: Unsere Favoriten in einer Fotostrecke

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Von Beate Jänicke

Album des Jahres: Bill Callahan – Gold Record (Drag City) Ohne Mätzchen, pur und klar. Bill Callahan besingt mit seinem unverwechselbaren, sonoren Bariton die Wechselfälle des Lebens. Da schimmert eine Gitarre, scheint eine Trompete auf in dem zurückhaltenden Americana-Sound voller Wärme. Ein Album, das Zuhören fordert und dafür feine Songs gibt.

Album für die Party: Dreimalumalpha – Jugend ans Geld verloren (Motor Music) Gitarrenrockig, postpunkig, poetische, unverkitschte Texte. Die Energie, die die junge Band aus Innsbruck in die Welt posaunt, bringt einen nach vorn, ohne simpel zu sein. Dazu kann man tanzen und sogar mitsingen, wenn’s mal sein muss.

Album für draußen: Seamus Fogarty – A Bag Of Eyes (Domino Records) Immer wenn man denkt, man weiß ungefähr, worum es bei diesem Album geht, überrascht einen das nächste Stück. Der Ire Seamus Fogarty spielt mit Klängen, elektronischen wie handgemachten. Amalgam aus Folk und Electro für drinnen und draußen.

Album fürs Bett: Ron Sexsmith – Hermitage (Cooking Vinyl) Glänzt einmal mehr mit den ureigenen Vorzügen des kanadischen Singer/Songwriters: einer Stimme zum Streicheln und einem besonderen Händchen für gut gebaute, melodische Songs. Diesmal in hellerer Gemütslage als früher. Steht ihm gut.

Album als Frisbee: Sing Meinen Song – Das Tauschkonzert Vol.7 Deluxe (Music for Millions) Höchst ergriffen von sich selbst sind die Protagonisten der TV-Show „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ regelmäßig, wenn sie gegenseitig ihre Songs covern. Viel Drama um wenig Authentisches. 

Von Kai-Peter Boysen

Album des Jahres: Fontaines D.C. - A Hero’s Death (Pias/Partisan Records) Melancholisch-rotziger Post-Punk und Indie-Pop mit ausgefeilter Rhythmik, kontemplativer Grundstimmung und Spuren von The Smiths, Public Image Ltd („Televised Mind“) oder Wire. Mittendrin drei Balladen, darunter „No“, das mit „Don’t lock yourself in, just appreciate the grey“ eine passende – wenn auch nicht rosarote – Durchhalteparole birgt.

Album für die Party: The Night Flight Orchestra - Aeromantic (Nuclear Blast Records) Spaßalbum der schwedischen Band, eingespielt auf dem Original-„Super Trouper“-Schlagzeug von Abba. Reminiszenzen an Foreigner, Ultravox oder eben Abba lassen vollkommen vergessen, dass Sänger Björn Strid oder Gitarrist David Andersson von Haus aus Schwermetaller sind.

Album für draußen: Fish – Weltschmerz (Chocolate Frog) Sollte es tatsächlich das letzte Album des schottischen Sängers und einstigen Marillion-Frontmanns sein, dann hat er aufgehört, als es am schönsten war. Die reife, an Peter Gabriel gemahnende Stimme legt er wohltuend in sanft progressive (Pop-)Arrangements, die nicht überborden.

Album fürs Bett: Larkin Poe – Kindred Spirits (Tricki-Woo-Records) Famos sind diese abgespeckten Coversongs der Geschwister Rebecca und Megan Lovell. Wer Country und Western gegenüber bisher zurückhaltend war, sollte den Versuch wagen.

Album als Frisbee: Majestica – A Christmas Carol (Nuclear Blast Records) Schnell schlägt das Herz im Disneytakt auf diesem Album der schwedischen Powersinfoniemetaller. Musik für Menschen, deren illuminierte Vorgärten noch im All zu sehen sind. 

Von Thomas Bunjes

Album des Jahres: Moses Sumney – græ (Jagjaguwar/Cargo) Zeitlos spannen die 20 Songs einen traditions- und selbstbewussten Bogen vom Sixties- und Seventies-Soul bis in die Gegenwart, wie es so elegant zuvor nur Prince gelang. Sinnlich, intensiv, verschwenderisch komplex, mühelos Genregrenzen sprengend. Ein anspruchsvolles Meisterwerk, dessen Vielschichtigkeit sich erst allmählich erschließt.

Album für die Party: Róisín Murphy – Róisín Machine (Skint Records/Warner) Eine gut geölte Groove-Maschine, durchgängig tanzbar, hemmungslos retro, denn der packende Sound ihrer alten Band Moloko scheint immer wieder auf. Höchst sophisticated wird hier alles, was die Qualität von House als Genre auszeichnet, distinguiert destilliert.

Album für draußen: Tame Impala – The Slow Rush (Caroline) Die neuen Scritti Politti. Erstaunlich, in welche Sphären Tame Impala den guten, alten Psychedelic Rock hier liften. Ein spaciger Sound, der Pop, Soft Rock und mehr als nur einen Touch Soul in der akustischen Lavalampe mischt.

Album fürs Bett: Caribou – Suddenly (City Slang) Horizontale Lage, Kopfhörer justieren, Augen zu und Tauchfahrt in diese überbordende Vielfalt aus Disco, Electro, Gospel, Klassik, Soul, Jazz, Pop, House und Samples. Dan Snaith reißt eine Wundertüte auf, die unerschöpfliche Entdeckerfreude bereitet. Konstant faszinierend.

Album als Frisbee: Aloe Blacc – All Love Everything (Warner) „I Need A Dollar“ hieß sein größter Hit. Hier hätte Blacc ein paar gute Songs gebrauchen können. So kommt er über flüchtige, passable Soul-Ansätze nicht hinaus und landet beibilligen, abgeschmackten Pop-Refrains.

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