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Mehr Bilder Fotostrecke: Die elf Kandidaten für den BDA-Publikumspreis
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04:00 13.08.2019

Fotostrecke: Die elf Kandidaten für den BDA-Publikumspreis

1. Neue Altstadt: Wohnquartier Alte Feuerwache KielDas Gelände am Nordrand der kleinen Kieler Altstadt-„Insel“ war eine der letzten Freiflächen im Kern der Stadt, an der der Wiederaufbau vorbeigegangen war. Die Neubebauung mit zahlreichen Eigentumswohnungen, sechs dreigeschossigen „Stadthäusern“, Studentenapartments und einem auffälligen, mit rostenden Stahlplatten verkleideten Giebelhaus schließt nun diese Lücke. Die beiden Architekturbüros, die für unterschiedliche Häuser verantwortlich zeichnen, orientierten sich städtebaulich an der alten Stadt, ihrem Straßenmuster und der für die Innenstadt typischen Dichte der Bebauung. Mit moderner, abwechslungsreich gegliederter Klinkerarchitektur griffen sie abstrahiert historische Formen, Materialien und Maßstäbe auf. Dazu gehörte auch die Wiederherstellung einer Wegverbindung von der Innenstadt zum Ratsdienergarten. Umgekehrt öffnet sich die neu geschaffene Fußgängergasse für den Blick auf den Turm der Nikolaikirche. (LRW Architekten und Stadtplaner und BLK2 Böge Lindner K2 Architekten, Hamburg)

Quelle: Dorfmüller Klier

2. Junges Altenteil: Wohnhaus in RöbelDer Generationswechsel auf dem Hof führte zum Bau des Altenteilerwohnhauses. Es hat ein graues Blechdach, der Putz der Außenwände ist grauweiß durchgefärbt, und es passt sich so dem benachbarten großen Wohn- und Wirtschaftsgebäude an. Das markante große, zurückgesetzte Rundbogenfenster im hofseitigen Giebel erinnert an das Tor einer reetgedeckten Scheune, die hier früher einmal stand. Bemerkenswert ist die Modernität der zumeist offen ineinander übergehenden Innenräume des kompakten Hauses. Übereck-Fenster bieten weite Blicke in die schöne Landschaft und zur gepflegten Hofanlage mit dem Bauerngarten. Alle gestalterischen Motive bis hin zur Dachform sind historisch vertraut und dennoch neu und von heute. Diese persönliche Art inspirierter Traditionspflege und Offenheit für Neues ist eine Ausnahme bei einem Neubau im landwirtschaftlichen Kontext. Sie eignet sich als Schulbeispiel für die Rückkehr gestalterischer Qualität aufs Land. (Wegener Architekten, Neustadt).

Quelle: Jörn Daberkow

3. Kaiserzeit von heute: Anscharpark KielIm strengen Raster des ehemaligen Marinekrankenhauses und dessen verbliebenen Bauten im Kieler Norden entstanden mehrere neue Wohnhäuser mit über 150 Mietwohnungen. Sechs kubische, gestaffelte Mehrfamilienhäuser nach Plänen von Schnittger Architekten ersetzen inmitten des parkartigen Grünraums mit alten Bäumen die Pavillons des Krankenhauses. Den östlichen Abschluss dieser Doppelreihe bildet ein großes Wohnhaus mit Staffelgeschoss von BSP Architekten. Sie entwarfen auch zwei weitere Neubauten im Norden und Süden des städtebaulich klar gegliederten Viertels. Außerdem sanierten sie das frühere Krankenhaus denkmalgerecht, gestalteten es innen großzügig neu und versahen es äußerlich sichtbar mit modernen Ergänzungen wie Balkonen und Gauben aus Stahl. Der hohe Anteil an gefördertem Wohnungsbau im Gebiet, die Integration eines „inklusiven Wohnhauses“ sowie „inklusiven Studentenwohnens“ und die Beteiligung mehrerer Baugenossenschaften an dem umfangreichen Vorhaben machen die Besonderheit des Ensembles aus. Die modernen Neubauten aus dunklem Klinker und mit bodentiefen Fenstern fügen sich bei aller Eigenständigkeit auf ihre Weise gut in den Charakter einer soliden historischen Anlage aus der Kaiserzeit ein. (BSP Architekten, Kiel / Schnittger Architekten, Kiel).

Quelle: Bernd Perlbach
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