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11:22 16.02.2021

Fotostrecke: Kälte in der Kunst

Der in Hamburg geborene Oscar Droege (1898–1983), der 1929 zu Verwandten nach Heikendorf-Kitzeberg zog, gehörte zur Künstlerkolonie Heikendorf. Nach seiner Bekanntschaft mit Leopold von Kalckreuth wandte sich der Künstler besonders dem Farbholzschnitt zu. Hier passt er in ein Hochformat (43,8 x 29,5 cm) einen dunklen „Baumstamm im Schnee“ mit kräftigem Schatten ein. Dahinter erscheint in dunklem Blau die vollständige Silhouette der gleichen Gattung. Oscar Droege schätzte die blaue Palette sehr und beschäftigte sich gerne auch mit See-, Meeres- und Küstendarstellungen. In der Regel verwandte er vier bis fünf Druckstöcke aus hartem Obstholz für einen Farbholzschnitt, die nacheinander mit genauer Passung auf einen Bogen Papier gedruckt wurden. Dieses Blatt ist bemerkenswert, weil der Künstler über ein Drittel der Fläche ausschließlich durch Licht und Schatten gestaltete. Über einen niedrigen Standpunkt erlebt der den Hügel hinaufschauende Betrachter den in weichen Rundungen gestalteten Schnee in verschiedenen Blautönen. Sonne und Kälte, Ruhe und Stille, Eintracht mit der Natur sind Gedanken, die einen beim Anschauen dieses Blattes begleiten. Leider betitelte der Künstler seine Drucke nur selten selbst. Auch die Entstehungsdaten und die Auflagenhöhen hielt Oscar Droege nicht auf den Grafiken fest. Zu Lebzeiten hat er kaum ausgestellt – er schätzte das Ausstellungs- und Museumswesen nicht besonders. (SB)

Quelle: UML Baldrich

Ganz offensichtlich war der Winter 1923/24 recht kalt und es gab viel Schnee, wie das Gemälde „Wald im Schnee“ von Heinrich Blunck deutlich zeigt. Der Künstler hat mit diesem Ölbild auf Malpappe (53 x 44 cm) einen sonnigen Eindruck seines Spaziergangs am Scharweg an der Schwentine festgehalten. In vielfältigen Farbabstufungen gestaltete der damals frisch in Heikendorf ansässige Maler den auf dem Waldboden liegenden Schnee, der durch die Verwendung eines Palettmessers beim Farbauftrag zusätzlich seine plastische Gestaltung erfuhr. Eine Vielzahl von schmalen Birken mit violettblauem Geäst unter blauem Himmel versperren den Blick auf den Weg. Nur ansatzweise ist der schräg ins Bild gesetzte Weg zu erkennen, über den die schlanken Schatten der Baumstämme diagonal ins Graublauviolette fallen.Heinrich Blunck, der bei seinen Malerkollegen auch als bemerkenswerter „Schneemaler“ bekannt war, gab diesem Gemälde die in seinem Werkverzeichnis festgehaltene Nr. 62. Zudem erfahren wir dort, dass das Gemälde1924 in Bremen ausgestellt worden ist und tatsächlich im Sommer 1925 in der Kunsthalle zu Kiel (Juli) und auf dem Museumsberg in Flensburg (August) präsentiert war. Bis zu seinem Lebensende 1963 hat er über 1300 Gemälde geschaffen. Mehr Wintergemälde von Heinrich Blunck will das Künstlermuseum Heikendorf-Kieler Förde in der Ausstellung „Winterlandschaften Norddeutschlands“ ab 5. Dezember 2021 in der Sonderausstellungshalle zeigen. (SB)

Quelle: UML Baldrich

Fast 20 Jahre ist es her, dass Friedel Anderson zum damals überhaupt erst zweiten „Baumkünstler“ der Landesmuseen Schloss Gottorf ernannt wurde. Auf der Suche nach einem passenden Baummotiv entschied sich der Realist aus Itzehoe für die noch ganz junge Baumallee entlang des Gottorfer Barockgartens – in Anerkennung der großen, 150 Kaiserlinden umfassenden Baumspende von Prof. Günther Fielmann, der den Landesmuseen die Lindenallee zum großen Jahrhundertfest im Jahr 2000 schenkte. Die „Gottorfer Baumallee“ (2002, Öl auf Leinwand, 100 x 90 cm) gehört zum Bestand des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte. 

Quelle: SHLM
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