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07:30 23.04.2020

Fotostrecke: Lesetipps Welttag

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Feridun Zaimoglu, Schriftsteller: Ich lese Ulrich Becher, „Murmeljagd“. Das ist ein vergessener Autor (1910-1990), ein ganz großer deutscher Roman, der eine mächtige Geschichte über Vertreibung und Exil erzählt. So sprachmächtig und bei allem Schrecken mit einem Hang zur Groteske, dass man auch lauthals lachen muss. Den lohnt es zu entdecken. Und wenn wir schon aufgerufen sind, uns zurückzuziehen, dann ist Bechers dickleibiger Roman dabei eine gute Gesellschaft.

Quelle: Marco Ehrhardt

Wolfgang Sandfuchs, Leiter Literaturhaus: Ich lese gerade den dänischen Autor Kaspar Colling Nielsen „Der europäische Frühling“. Er war mit seinem Erstling beim Debütroman-Festival und wir haben ihn im Herbst zu dem deutsch-dänischen Literaturtreffen eingeladen. Das ist ein ziemlich verrücktes Buch, in dem die Insel Lolland als eine Art nachhaltige Wohlstands-Community fungiert. Man kann es eine Dystopie nennen, aber auch einen Künstler- und einen Eheroman. Und es hat eine schnelle soghafte Sprache, die einen hindurchzieht. 

Quelle: Marco Ehrhardt

Klara Erdei, Fachreferentin für Altbestände in der Universitätsbibliothek: Ich habe gerade Albert Camus „La Peste“ neu gelesen. Ich bin damit nicht allein, ganz Frankreich las das Buch neu, aber es zeigt deutlich, welche wichtige Rolle das Buch und die Literatur für die Menschen gerade in Krisenzeiten spielen. Die Metapher der Pest steht für die Absurdität der menschlichen Existenz, aber gleichzeitig auch für die Solidarität der Menschen als sinngebende Waffe dagegen.

Quelle: Marco Ehrhardt
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