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17:40 04.11.2020

Fotostrecke: Tipps für die nordischen Filmtage

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Linde Fröhlich, Künstlerische Leiterin: Zum Deutsch-Dänischen kulturellen Freundschaftsjahr 2020 möchte ich einen Film empfehlen, der die dunklen Jahre des Verhältnisses der beiden Länder behandelt, die Zeit der deutschen Besatzung Dänemarks im Zweiten Weltkrieg: Die verfluchten Jahre. Mit einer großen Darstellerriege von über 60 Personen, angeführt von Jesper Christensen (im James Bond: Casino Royale der ominöse Mr. White) und Bodil Jørgensen, zeichnet Regisseur Anders Refn ein großes Gesellschaftstableau, das am Beispiel einer Fabrikantenfamilie die unterschiedlichen Haltungen zwischen Widerstand und Kollaboration zeigt und damit an ein nationales Tabu rührt. Der Film war ein lang gehegtes Herzensprojekt des Regisseurs, der zu den wichtigsten Filmpersönlichkeiten Dänemarks zählt und neben seinen eigenen Filmen auch als Regieassistent von Lars von Trier gearbeitet und als Cutter mehr als 70 dänische und internationale Filme gestaltet hat.

Quelle: Nordische Filmtage Lübeck

Christian Modersbach, Serien Special: Was passiert, wenn ein Mädchen einen Aufsatz mit gewalthaltigen Szenen aus seinem Familienleben für die Schule schreibt? Lehrer und Sozialarbeiter geraten in Alarmbereitschaft und sofortiges Handeln ist angezeigt! Was aber, wenn der Zuschauer ahnt, dass das, was das Mädchen beschreibt, vielleicht, vielleicht zum Teil oder vielleicht gar nicht stimmt. In dieser Serie macht sich ein unbehagliches Gefühl breit, das wir versuchen mit Antworten auf folgende Fragen zu dämpfen. Wer sagt die Wahrheit? Wer lügt? Wer bietet Schutz? Wer liefert aus? Wer ist Opfer, wer ist Täter? Die dänische Serie Der Wolf kommt / Cry Wolf lässt uns ambivalent zurück, eine aufwühlende Geschichte, die unser bequemes Schwarzweiß-Denken auf den Kopf stellt.

Quelle: Nordische Filmtage Lübeck

Jörg Schöning, Retrospektive: Die Retrospektive heißt zwar „Fishermen’s Films“, aber sie führt in die Lebenswelt von Männern und Frauen. So auch der Eröffnungsfilm Ingalo im grünen Meer. In ihrem Spielfilmdebüt von 1992 erzählt die Regisseurin Ásdís Thoroddsen von einer jungen Isländerin, die als Schiffsköchin auf einem Trawler anheuert und aus Empörung über die miesen Arbeitsbedingungen die Fischer zur Rebellion anstachelt. Die zornige junge Frau, die sich in der rauen Männerwelt behaupten muss, wird von Sólveig Arnarsdóttir gespielt – und dies so überzeugend, dass die damals 19-Jährige dafür gleich mehrere Festivalpreise erhielt. Zwischen Lübeck und Kiel kennt man Sólveig Arnarsdóttir natürlich aus der Krimi-Serie Das Duo. Als Ingalo im grünen Meerist sie ganz am Anfang ihrer Karriere zu erleben.

Quelle: Nordische Filmtage Lübeck
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