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12:25 24.01.2020

Gabriel und Co.: Wer von der Politik in die Wirtschaft wechselte

Knapp 13 Jahre prägte Lothar Späth († 2016) die Geschicke als Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Schon während seiner Regierungsarbeit war Späth eng mit den Konzernen im Ländle verbunden. Infolge der sogenannten Traumschiff-Affäre, bei dem ihm Vorteilsnahme bei Ferienreisen vorgeworfen wurde, legte er Anfang 1991 sein Amt als Regierungschef nieder und wechselte ein halbes Jahr später in die Geschäftsführung von Jenoptik. Im Juni 1998 führte er das Unternehmen als Vorstandsvorsitzender an die Börse.

Von 2005 bis 2009 war Dirk Niebel Generalsekretär der FDP. Im Anschluss wirkte er in der schwarz-gelben Koalition als Bundes-Entwicklungsminister. Seit 2015 ist er als Berater für das Rüstungs- und Automobilzuliefererunternehmen Rheinmetall tätig.

Wolfgang Clement war ein SPD-Schwergewicht. Von 1998 bis 2002 war er Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens. Im Anschluss vereinigte er als sogenannter „Superminister“ Wirtschaft- und Arbeitsministerium. Seit seinem Ausscheiden aus der Spitzenpolitik im Herbst 2005 übernahm Clement hauptsächlich Aufsichtsrattätigkeiten in der Energiewirtschaft. Für Aufruhr sorgte sein Gastbeitrag in der Welt am Sonntag eine Woche vor der hessischen Landtagswahl 2008, in dem er die Leser vor der Wahl der SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti warnte. Da Ypsilantis damalige Energiepläne für einen Ausbau regenerativer Energiequellen stand, wurde Clements Appell als Lobbyarbeit für RWE gewertet, für die er seit 2006 im Aufsichtsrat sitzt.

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