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04:30 06.09.2019

Fotostrecke: Wieder angesiedelte Tierarten in Schleswig-Holstein

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Die Löffler fühlen sich wieder wohl im Wattenmeer. Lange Zeit begrenzte sich das Verbreitungsgebiet der Löffler, lokale Brut- und Sommervögel, auf einige Kolonien in den Niederlanden, Ungarn und der Slowakei. Den Löfflern wurde der Verlust von Lebensraum durch großflächige Eindeichungen und Entwässerungsmaßnahmen sowie der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft zum Verhängnis. Im norddeutschen Wattenmeer brüten die Zugvögel erst seit dem Jahr 2000 wieder. Bis 2001 musste die Sichtung eines Löfflers sogar noch an die Deutsche Seltenheitskommission gemeldet werden. Doch inzwischen brüten im norddeutschen Wattenmeer mehrere hundert Brutpaare. Sie bevorzugen dort unbewohnte Halligen und Inseln.

Quelle: Peter Hering

"Tod dem Otter!" hieß es vor Beginn des 1. Weltkrieges, als die Ausrottung des Fischotters noch im großen Rahmen betrieben wurde und jährlich etwa 10.000 Fischotter erlegt wurden. Es gab sogar gewerbsmäßige Otterjäger. In Schleswig-Holstein verlief die Ausrottung im Zeitraum von 1885 bis 1907. Der Fischotter galt als Mörder von Lämmern und Jagdhunden. Mittlerweile kehrt er zurück nach Schleswig-Holstein, vor allem aus Mecklenburg-Vorpommern und Dänemark. Der Fischotter besiedelte früher Deutschland in weiten Bereichen flächendeckend. Selbst Gewässer in menschlichen Siedlungen und sogar Häfen wurden genutzt, sofern hier genügend Versteckmöglichkeiten und ein ausreichendes Nahrungsangebot vorhanden waren. Nach wie vor ist der Otter in Schleswig-Holstein selten anzutreffen.

Quelle: Patrick Pleul

Einst war der Wolf eines der am weit verbreitetsten Landsäugetiere der Welt, bis die Art aufgrund der intensiven Verfolgung durch den Menschen fast ausgerottet wurde. In Deutschland gab es lange Zeit gar keine Wölfe mehr. 1990 wurde die Art in Deutschland unter ganzjährigen Schutz gestellt – in der Folge haben sich seit 2000 aus Polen abgewanderte Tiere auf natürliche Weise wieder angesiedelt. Erst im Juli 2012 wurde nach fast 200 Jahren erstmals wieder ein lebender Wolf in Schleswig-Holstein nachgewiesen. Bislang sind in Schleswig-Holstein nur Jungtiere nachgewiesen worden, nicht jedoch eindeutig adulte, territoriale Tiere. Die Abschusserlaubnis von sogenannten Problemwölfen in Schleswig-Holstein hatte Kritik ausgelöst. 

Quelle: Knud Demantowsky
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