Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Essen & Trinken Auch günstige Haferflocken überzeugen im Test
Mehr Essen & Trinken

Auch günstige Haferflocken überzeugen im Test

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:01 24.09.2020
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
Haferflocken zum Frühstück sind ein idealer Start in den Tag - sie enthalten viele Vitamine und Eiweiß. Quelle: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Anzeige
Frankfurt/Main

Ob zum Frühstück oder zum Backen: Haferflocken hat fast jeder zu Hause. Und selbst mit den günstigsten Flocken machen Verbraucher nichts falsch, wie eine Überprüfung der Inhaltsstoffe für die Zeitschrift "Öko-Test" (Ausgabe 10/2020) zeigt.

Dabei schnitten Haferflocken aus dem Discounter zum Preis von 0,57 Cent pro 500 Gramm genauso gut ab wie Bioprodukte für 2,40 Euro pro 500 Gramm. Insgesamt nahmen die Tester 24 Produkte der Sorte "zart" unter die Lupe. 10 schnitten insgesamt mit "sehr gut" ab, 4 mit "gut", 6 mit "befriedigend", 1 mit "ausreichend".

Anzeige

Drei Produkte mit der schlechtesten Note

Allerdings landeten 3 Produkte mit dem Urteil "ungenügend" auch im roten Bereich, darunter eines aus dem Biosegment. Sie enthalten laut "Öko-Test" zum Teil Nickel, Schimmelpilzgifte und Verunreinigungen mit Mineralöl.

Was ist das Problem bei Nickel? Das Metall hat in Tierstudien die Fortpflanzung und Entwicklung von Nachkommen gestört. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat deshalb im Jahr 2018 eine tolerierbare Aufnahmemenge pro Tag festgelegt.

Zwei von "Öko-Test" untersuchte Haferflockenprodukte waren so stark mit Nickel belastet, dass ein Erwachsener mit 60 Kilogramm Körpergewicht den derzeit gültigen Wert schon mit einer 50-Gramm-Portion überschreitet. Bei einem Produkt bewertet Öko-Test" den Gehalt von Schimmelpilzgiften als "stark erhöht". Die gefundenen Stoffe seien zellgiftig und könnten das Immunsystem schwächen.

© dpa-infocom, dpa:200923-99-678880/2

dpa

Deutsche Presse-Agentur dpa 23.09.2020
Deutsche Presse-Agentur dpa 23.09.2020
Deutsche Presse-Agentur dpa 23.09.2020