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Gesundheit Ausgezeichnete Hautkrebsbehandlung am UKSH
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UKSH Hautkrebs
Auffällige Leberflecke sollten Betroffene zum Arzt führen, um möglichst frühzeitig reagieren zu können, rät Prof. Dr. Hauschild. Quelle: UKSH
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Der schwarze Hautkrebs ist eine der aggressivsten Krebsformen. Die Sterblichkeit konnte in den vergangenen Jahren allerdings drastisch gesenkt werden – von 30 auf mittlerweile zehn Prozent. Hingegen liegt die Sterblichkeit beim hellen Hautkrebs bei nahezu null Prozent. Allerdings handelt es sich hierbei um den häufigsten Tumor des Menschen, der in einer Vielzahl auftreten kann und große Schäden beispielsweise im Gesicht anrichten kann.

In der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie (Direktor: Prof. Dr. Thomas Schwarz) am Campus Kiel des UKSH werden jedes Jahr ca. 2.500 Patienten mit epithelialen Hauttumoren (heller Hautkrebs) sowie ca. 200 Patienten mit einem neu auftretenden malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs) behandelt. Für die optimale Versorgung der Patienten wurde an der Klinik das Hautkrebszentrum Kiel gegründet und 2013 durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) ausgezeichnet. „Mit der Zertifizierung unserer Klinik durch die Deutsche Krebsgesellschaft unterstreichen wir unseren Anspruch, an Hautkrebs erkrankten Patienten die bestmögliche Qualität bei der Diagnose, Behandlung und Nachsorge zu bieten und diese Bereiche stetig zu verbessern“, sagt Oberärztin Dr. Katharina C. Kähler, Leiterin des Hautkrebszentrums. „Unseren Patienten wird dabei ein umfassendes Behandlungskonzept von der Früherkennung, der exakten Diagnosestellung über spezielle Therapieformen bis zur leitliniengerechten Nachsorge ermöglicht.“

Durch die wöchentlich stattfindende Tumorkonferenz mit Teilnehmern aus allen beteiligten Fachgebieten erhalten die Patienten eine fundierte, auf sie zugeschnittene Therapieempfehlung. Die Durchführung modernster Therapieverfahren inklusive experimenteller Therapien im Rahmen klinischer Studien ist ein weiterer Schwerpunkt des Hautkrebszentrums. Prof. Dr. Axel Hauschild  leitet die Studienzentrale. Die Hautklinik besitzt bundesweit und auch international eine Spitzenstellung bei der Versorgung von Patienten im Rahmen von klinischen Studien sowohl in der Therapie des Melanoms als auch der anderen Hauttumoren wie dem Basalzell-, Plattenepithel- und auch Merkelzell-Karzinom. Darüber hinaus werden auch Therapiestudien zu kutanen Lymphomen unter Weisung von Prof. Dr. Michael Weichenthal durchgeführt. Patienten profitieren durch das breite Studiendspektrum unmittelbar von einer engen Verknüpfung von Krankenversorgung und klinischer Forschung.

Beim schwarzen Hautkrebs ist die erste Therapie immer die Operation. Dies geschieht meist in örtlicher Betäubung. Die weitere Therapieplanung hängt dann vom Krankheitsfortschritt ab. Ab einer Tumordicke von einem Millimeter wird zusätzlich der sogenannte Schildwächterlymphknoten entfernt und geschaut, ob hier Tumorzellen vorliegen. Nur, wenn der Hautkrebs bereits gestreut hat, also ein metastasiertes Melanom vorliegt, wird medikamentös weiterbehandelt. „Hier hat es in der vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte gegeben, insbesondere bei den sogenannten zielgerichteten Antikörpertherapien, die sich gegen einzelne Tumormutationen richten“, erklärt Prof. Hauschild. „Spektakuläre Resultate gibt es derzeit für die neuen Immuntherapien nicht nur beim Melanom. Beispielhaft genannt werden müssen hier Ipilimumab, Pembrolizumab und Nivolumab. Das mittlere Überleben beim fortgeschrittenen Melanom konnte innerhalb von nur fünf Jahren verdreifacht werden und der Fortschritt geht mit Kombinationstherapien noch weiter.“

Neben der allgemeinen Diagnostik und Therapie von Hautkrebserkrankungen bietet das Zentrum Spezialsprechstunden an. Dies betrifft neben Patienten mit fortgeschrittenem Melanom auch Patienten nach Organtransplantation, die aufgrund ihrer Behandlung ein besonderes Hautkrebsrisiko aufweisen können. Über die rein medizinische Versorgung hinaus bietet das Hautkrebszentrum auch eine umfassende Unterstützung im psychosozialen Bereich. Dazu zählt neben der Beratung und Begleitung durch eine Psychoonkologin auch die Unterstützung durch Mitarbeiter des Sozialdienstes sowie die Möglichkeit für Gespräche mit den Klinikseelsorgern. Einzigartig in Schleswig-Holstein ist das Angebot einer Selbsthilfegruppe, die unter dem Dach der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft einmal monatlich den Austausch der Betroffenen untereinander möglich macht und durch das Hautkrebszentrum Kiel initiiert wurde.

Weitere Informationen:
Hautkrebszentrum Campus Kiel
Tel.: 0431 500-21206 

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Bastian Modrow 18.03.2017