Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Gesundheit Behandlungsmöglichkeiten bei Rücken-und Gelenks-Beschwerden und ihre Ursachen
Mehr Gesundheit Behandlungsmöglichkeiten bei Rücken-und Gelenks-Beschwerden und ihre Ursachen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:32 10.12.2013
Dr. med. Wolfgang Kühn
Anzeige

Die Auswirkungen sind vielfältig – vom Verspannungsgefühl bis zum schwersten Schmerz mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, Schmerzausstrahlung in die Beine oder Arme sowie Taubheitsgefühlen, nächtlichem Ruheschmerz, Morgensteifigkeit oder Belastungsschmerz beim Sitzen oder nach längerem Gehen.

Ebenso vielfältig sind die möglichen Ursachen solcher Schmerzzustände

Anzeige

Einseitige oder beiderseitige Verspannungen können durch Fehlhaltungen, z.B. in Zusammenhang mit stundenlangem Sitzen am Computer, durch bestimmte Arbeiten mit einseitigen Belastungen, durch Überbelastungen bei nicht alltäglichen Tätigkeiten oder auch durch emotionale Belastungen ausgelöst werden.

In der Folge von langdauernden Verspannungen können am Muskelsehnenansatz starke Reizungen, örtliche Durchblutungsstörungen und Entzündungen entstehen. Am Wirbelkörper kann es zu Ödemen und Verquellungen kommen, wodurch die sogenannten Spinalnerven und die in der Lendenwirbelregion und zum Bein ausstrahlenden Ischiasanteile unter Druck geraten und dadurch schmerzhafte Entzündungen auftreten.

Hierdurch kommt es in der Folge häufig zum sogenannten Hexenschuss, dem nicht selten eine Bandscheibenvorwölbung bis hin zum Bandscheibenvorfall zugrunde liegt, die im MRT oder CT nachgewiesen werden kann. Die Behandlung kann nach meiner Erfahrung recht erfolgreich mit der Injektion von 0,9% Kochsalzlösung in das betroffene Gebiet erfolgen, wodurch in der Regel bei richtiger Injektionstechnik nach wenigen Therapiesitzungen eine schnelle Schmerzlinderung bis Beschwerdefreiheit bei einem Großteil der Bandscheibenvorfälle im Halswirbel- oder Lendenwirbelbereich – auch nach jahrelangen Beschwerden – eintreten kann. Auszuschließen sind beim Einsatz dieser Methode vorher sogenannte Engpass-Syndrome (Spinalkanalstenosen), Gleitwirbel oder u.a. Tumore als maßgebliche Schmerzursache.

Insbesondere mehr einseitige Rückenverspannungen und Fehlstellungen können ihre Ursache in Unfällen, Operationen, aber besonders auch in Beckenschiefstellungen haben, wobei hier zwischen der Beckenverdrehung – häufig ausgelöst durch Atlas (1. Halswirbel)-Blockierungen und dem sogenannten geburtstraumatisch bedingten Beckenschiefstand unterschieden werden muss, da die Behandlung unterschiedlich, jedoch in der Regel erfolgreich ist.

Weitere Schmerzursachen können im Vorliegen von rheumatischen Entzündungen, örtlichen Gewebsübersäuerungen, aktivierten Arthrosen in Verbindung mit bestimmten bakteriellen, auch längere Zeit vorausgegangenen Infektionen (z.B. bakterielle Darmentzündungen, Borreliose) zu finden sein. Hier muss weiter abgeklärt werden und die Erkrankung kann dann mit anderen wirksamen Therapiemethoden behandelt werden.

Eine nicht selten übersehene Ursache kann auch das Vorliegen von alten Narben (aus Verletzungen, Tierbissen, Operationen oder auch Pockenschutzimpfung) sein, die über Akupunkturmeridianen  oder Nervenbahnen liegen, welche ihrerseits über das betroffene, schmerzhafte Areal verlaufen, wodurch wiederum ein gestauter oder verminderter Energiefluss aufgrund einer erniedrigten elektrischen Zellwandspannung auftreten kann. Eine Unterspritzung einer solchen verdächtigen Narbe mit einem speziellen örtlichen Betäubungsmittel kann oft lang bestehende Beschwerden u.U. in Sekundenschnelle auflösen.

Beim Vorliegen stark belastender Gelenkbeschwerden, wie z.B. bei der Kniegelenksarthrose, der sogenannten Kalkschulter, dem Tennisellenbogen, von Hüft- und Leistenschmerzen oder dem Fersensporn muss ebenfalls an eine Mitbeteiligung der Wirbelsäule gedacht werden. Hier hat sich neben der Berücksichtigung der vorgenannten statischen Regulation und der Zufuhr knorpelregenerierender Substanzen, wie u.a. Hyaluronsäure, Glucosaminsulfat und entzündungshemmenden Substanzen sowie der Behandlung mit speziellen physikalischen Geräten, besonders die Stoßwellen-Triggerpunkt-Behandlung sehr bewährt. Hierbei wird mit einem Schallwellen erzeugenden Gerät die zum Gelenk hinführende Muskulatur aufgelockert, wodurch dann der Sehnenzug, der für die Gelenkerkrankung mitverantwortlich ist, stark reduziert wird. Die im Röntgenbild sichtbaren verkalkenden Gelenkareale können mit der hochenergetisch, gerichteten Stoßwelle gezielt behandelt und schmerzfrei gemacht werden. Die anschließend wieder erreichte Normalisierung der Beweglichkeit bei gleichzeitiger Steigerung der Durchblutung ermöglicht in der Regel einen Abbau der Ablagerungen.

Dr. med. Wolfgang Kühn
Arzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, Homöopathie, Schmerztherapie bei Bandscheiben- und Gelenkproblemen, Allergiebehandlung
Exerzierplatz 7, 24103 Kiel
Tel.: 0431-9 33 80
www.dr-med-kuehn.de