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Gesundheit Geistige Gesundheit: Mit diesen neun Tipps bleiben Senioren fit
Mehr Gesundheit Geistige Gesundheit: Mit diesen neun Tipps bleiben Senioren fit
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11:55 05.07.2019
Soziale Kontakte können im Alter ein wahrer Jungbrunnen sein. Der örtliche Seniorentreff hilft beim Vermitteln. Quelle: zerocreatives/Westend61/dpa-tmn
Bonn/Berlin

Erstmal hinsetzen und ausruhen. Wer 40 Jahre und mehr gearbeitet hat, hält das vermutlich für eine verlockende Vorstellung. Doch wer heutzutage bis ins hohe Alter geistig fit bleiben möchte, muss in Bewegung bleiben – in jeder Hinsicht. „Es geht darum, sich dem Leben mit all seinen Sonnen- und Schattenseiten zuzuwenden“, sagt Christine Sowinski vom Kuratorium Deutsche Altershilfe. Neun Tipps für Senioren, die grauen Zellen auf Trab zu halten.

Die grauen Zellen fordern: Im Alter Schach lernen

Schachspielen fordert die grauen Zellen im Gehirn und macht Spaß. „Man kann es auch im Alter noch lernen und gegebenenfalls jemanden zum regelmäßigen Spielen einladen“, sagt Erhard Hackler. Er ist Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Senioren-Liga. Eine Alternative zum Schach: Memory spielen und damit das Gedächtnis trainieren.

Sport treiben: Spezielle Kurse für Senioren

Auch im Alter ist es für Sport nicht zu spät, selbst für lebenslange Fitness-Muffel – vorausgesetzt, der Hausarzt hat keine Einwände. Turn- und Sportvereine vor Ort bieten spezielle Kurse für Senioren. „Körperliche Bewegung sorgt nicht zuletzt dafür, dass das Gehirn gut mit Sauerstoff versorgt wird“, erklärt Sowinski.

Gedächtnistraining absolvieren: Gehirn flexibel halten

Kreuzworträtsel oder Sudokus reichen noch nicht für ein echtes Gehirntraining. Denn da kommen immer die gleichen Denkmuster zum Einsatz, erklärt Nicola Röhricht von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO). Besser ist es, ein richtiges Gedächtnistraining zu absolvieren. Entsprechende Kurse bieten etwa Seniorentreffs oder Volkshochschulen an. Dabei wird das Gehirn immer wieder neu und abwechslungsreich gefordert. „Reagiert das Gehirn flexibel, kann es neue Verzweigungen zu den Nervenzellen aufbauen“, so Röhricht.

Tanzen: Konzentration, Reaktion und Geselligkeit

Sich bei Musik rhythmisch bewegen, dem Partner dabei in die Augen schauen und lächeln – tanzen tut einfach gut. „Die Bewegungen erfordern Konzentration und eine gute Koordination“, sagt Röhricht. Das wirkt sich positiv auf Kurzzeitgedächtnis und Reaktionstempo aus. Zudem stabilisieren Tänzer ihr Gleichgewicht und senken so ihr Sturzrisiko. Und: „Beim Tanzen sind Senioren unter Gleichgesinnten, die Geselligkeit steigert die Lebensfreude.“

Freunde treffen: Wichtiger Schutz vor Einsamkeit

„Ein wahrer Jungbrunnen ist es, regelmäßig soziale Kontakte zu pflegen“, sagt Sowinski. Das schützt vor Einsamkeit. Wichtig sind Treffen oder auch Telefonate mit Familienangehörigen, genau wie mit Freunden und Bekannten oder Nachbarn. Auch neue Kontakte im Alter sind möglich und wichtig – etwa über ein Ehrenamt oder über den Besuch eines Seniorentreffs.

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Täglich einkaufen gehen: So bleibt man fit

Wer als Senior täglich im Supermarkt unterwegs ist, hält sich fit – körperlich und geistig. „Zur Bewegung kommt hinzu, dass man sich im Geschäft orientiert und beispielsweise Preise vergleicht“, so Sowinski. Ein weiterer positiver Effekt des Einkaufengehens: „Man trifft Nachbarn oder Bekannte und tauscht sich aus.“

Im Alter: Geistige Fitness durch Offenheit

Ein aktiv gestalteter Alltag sorgt für geistige Fitness. Noch besser klappt das, wenn Senioren dabei immer offen für Neues sind. Der Enkel will einem zeigen, wie man mit dem Smartphone ein Video aufnimmt? Nur zu – man lernt etwas dazu und hat auch noch Spaß dabei. „Positiv für die geistige Fitness ist es auch, sich um andere zu kümmern“, so Sowinski. Denn wer das macht, muss planen, organisieren und sich jemandem zuwenden.

Gute Ernährung: Abwechslungsreich und pflanzlich

Eine Orientierung dafür bieten die zehn Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Sie empfehlen abwechslungsreiche, vorwiegend pflanzliche Kost mit viel Obst und Vollkornprodukten. Auf den Speiseplan gehören täglich Milch und Milchprodukte, einmal wöchentlich Fisch und maximal zwei Portionen Fleisch pro Woche. „Pflanzliche Fette wie Raps- und Olivenöl sind tierischen Fetten vorzuziehen“, sagt Röhricht.

Erinnerungen aufschreiben und Erlebnisse festhalten

Wer sich hinsetzt und seine Memoiren festhält, muss sich erinnern und die Ergebnisse dann in Worte fassen. „Das hält geistig fit und die Enkel werden es einem danken“, sagt Hackler. Schließlich sind solche Lebenserinnerungen von Oma und Opa ein wichtiger Teil der Familiengeschichte.

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Von RND/dpa

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