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Gesundheit Neues Leistungsangebot Elektrophysiologie
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10:21 12.12.2016

Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Innere Medizin an der imland Klinik Rendsburg ist Prof. Dr. Nour Eddine El Mokhtari. Neu ist ein hochmodernes Herzkatheterlabor mit zwei Messplätzen, das künftig noch besser für Notfälle gerüstet ist und mit elektrophysiologischen Untersuchungen auch Herzrhythmusstörungen diagnostizieren und therapieren kann. Spezialist auf dem Gebiet der Elektrophysiologie ist Yazdan Seivani, der das Team seit Oktober unterstützt (Interview s. Kasten unten). Herzrhythmusstörungen, speziell Vorhofflimmern, ist häufige Ursache für einen Schlaganfall und geht für Patienten mit erheblicher Beeinträchtigung der Lebensqualität einher. Bislang mussten Patienten für eine Therapie weitere Wege in die nächstgelegene Klinik in Kauf nehmen. Neben der Elektrophysiologie werden auch weiterhin verschiedene Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems behandelt. Dazu gehören die koronare Herzerkrankung, die zu Verengungen und Verschlüssen der Herzkranzarterien führt, Erkrankungen der Herzklappen und des Herzmuskels sowie Herzrhythmusstörungen. Zur Behandlung des Herzinfarkts werden unter anderem Ballonaufdehnungen von Kranzgefäßen (PTCA) und Gefäßstützenimplantationen (Stent) durchgeführt oder moderne Schrittmacher- und Defibrillatorsysteme implantiert. In Kooperation mit der Universitätsklinik Kiel (UKSH) setzen wir in Kathetertechnik (TAVI) außerdem Herzklappen ein. Ein nach neuesten technologischen Standards ausgerüstetes Echokardiographielabor (Ultraschall des Herzens) mit sogenannter transösophagealer Echokardiographie, Belastungs-EKG-Untersuchungen (Ergometrie), Langzeit-EKG- und Langzeit-Blutdruckmessungen runden das bisherige Spektrum der Kardiologie ab. Räumlich wird das Herzkatheterlabor mit zwei Messplätzen an die Notaufnahme angrenzen und über eine direkte Zufahrt für Rettungswagen verfügen. Das Kardiologische Zentrum ist Teil des Zentrums für Innere Medizin, das jährlich mehr als 6.000 Herzpatienten aufsuchen.

Prof. Dr. Nour Eddine El Mokhtari ist seit 2013 Chefarzt der Klinik für KardiologiePneumologie und Innere Medizin an der imland Klinik Rendsburg. Gemeinsam mit weiteren europäischen und amerikanischen Kollegen war er an der Entschlüsselung von Herzinfarktgenen beteiligt. Seine  wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Ätiologie, Molekular-Biologie und Genetik von Herzerkrankungen; außerdem im Bereich klinische und epidemiologische Aspekte der koronaren Herzkrankheit. Er erhielt bereits mehrere wissenschaftliche Auszeichnungen und war an wegweisenden medizinischen Entdeckungen und Publikationen beteiligt.

Yazdan Seivani kam im Oktober 2016 als neuer Oberarzt und Leiter Elektrophysiologie an die imland Klinik Rendsburg. Der Kardiologe arbeitete zuletzt am Herzzentrum der Segeberger Kliniken, wo er sich zehn Jahre, davon fünf als verantwortlicher Oberarzt, mit dem Thema Elektrophysiologie befasste. In Rendsburg komplettiert er mit seinem Spezialgebiet, das bisher bundesweit nur wenige Ärzte beherrschen, das kardiologische Angebot.

Leistungsspektrum des Kardiologischen Zentrums imland:

• Diagnostik und Therapie der koronaren Herzerkrankung

inkl. 24-Stunden-Akut-PTCA-Bereitschaft zur Therapie des akuten Herzinfarktes

• Herzkatheterdiagnostik

• Interventionelle Kardiologie mit Stent-Implantationen

Implantationen von TAVI (minimal invasive Herzklappen)

Elektrophysiologie ab Oktober 2016

• Synkopendiagnostik auch durch Implantation von Ereignisrekordern

• Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen

• Stationäre telemetrische Überwachung

Implantation und Nachsorge von Schrittmachern

Implantation und Nachsorge von Defibrillatorsystemen (ICD)

Implantation biventrikulärer Schrittmachersysteme (CRT) zur Herzinsuffizienztherapie

• Hypertoniebehandlung

• EKG, Belastungs-EKG, Langzeit-EKG

• Spiroergometrie

• Echokardiographie

• Stress-Echokardiographie

• Transösophageale Echokardiographie

• Duplexsonographie

Kontakt

imland Klinik Rendsburg

Kardiologisches Zentrum imland

Lilienstraße 20-28

24768 Rendsburg

Tel. 04331 200-2001

Fax 04331 200-2010

www.kardiologisches-zentrum-imland.de

www.imland.de

Neuer Elektrophysiologe bringt stolpernde Herzen in den richtigen Rhythmus

Herzrhythmusstörungen sind therapierbar – auch in der Region und ohne dauerhafte Medikamenteneinnahme. Mit dieser guten Nachricht ist Yazdan Seivani an die imland Klinik Rendsburg gekommen. Der Spezialist für Elektrophysiologie komplettiert dort das Kardiologische Zentrum imland, das Mitte Oktober eröffnet wurde und das gesamte Spektrum der Kardiologie abdeckt.

Warum ist es so wichtig, Herzrhythmusstörungen richtig zu behandeln?

Yazdan Seivani: Patienten mit Herzrhythmusstörungen sind in ihrer Lebensqualität erheblich eingeschränkt. Vielen raubt das Rasen in der Brust den nächtlichen Schlaf. Bei Vorhofflimmern, der häufigsten Herzrhythmusstörung, sind nicht selten Schlaganfall oder Herzschwäche die Folge.

Warum setzen Sie auf Elektrophysiologie?

Yazdan Seivani: Bisher wurde das Herz bei schweren Rhythmusstörungen mit Medikamenten im Takt gehalten oder langsamer gemacht. Die Ursache der Rhythmusstörungen bleibt aber. Außerdem belegen Studien, dass diese Medikamente erhebliche Nebenwirkungen nach sich ziehen. Herzrhythmus-Tabletten haben bei langfristiger Einnahme einen negativen Einfluss auf die Lebenserwartung der Betroffenen. Verlangsamende Medikamente könnten den Rhythmus so sehr drosseln, dass ein Herzschrittmacher nötig wird. Mit der Ablationstherapie können Rhythmusstörungen erfolgreich behoben werden, auch wenn bei manchen Patienten dafür zwei oder drei Eingriffe nötig sind. Am Anfang geben auch wir Medikamente, setzen sie dann aber ab.

Wie gehen Sie bei der Therapie vor?

Yazdan Seivani: Trigger, die Herzrhythmusstörungen auslösen, werden in den Venen aufgesucht und isoliert. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Im ersten Verfahren, das sich für Patienten in einem frühen Stadium eignet und verhältnismäßig schonend ist, platzieren wir einen Ballon in der Vene und kühlen ihn auf minus 40 bis minus 60 Grad ab. Dadurch entstehen Narben, die die auslösenden elektrischen Impulse stoppen. In einem zweiten Verfahren setzen wir mithilfe einer 3D-Darstellung des Herzens mit einer Katheter-Spitze Punkt für Punkt Narben um die Vene herum. Auch hier stoppt die Verödung die Impulse. Dieser Eingriff wird bei Patienten mit komplexer Anatomie und Vorhofflimmern in fortgeschrittenen Stadien vorgenommen, bei denen eine alleinige elektrische Isolation der Venen nicht ausreicht. Darüber hinaus eignet sich dieses Verfahren zur Behandlung aller anderen Herzrhythmusstörungen.

Warum bleiben Herzrhythmusstörungen trotz dieser Möglichkeiten häufig unbehandelt?

Yazdan Seivani: Viele Patienten kommen erst spät zu uns, weil sie nicht wissen, dass man Herzrhythmusstörungen behandeln kann. Oder sie scheuen den Anfahrtsweg. Den nehmen viele erst dann in Kauf, wenn es ihnen schon sehr schlecht geht. Eine frühe Behandlung erhöht aber die Chancen auf Heilung und senkt das Risiko für Komplikationen.

Sind Herzrhythmusstörungen denn heilbar?

Yazdan Seivani: Ich kann nicht sagen, ob Herz-Rhythmusstörungen heilbar sind. Dazu wird die Methode noch nicht lang genug angewandt. In kleinen spezialisierten Zentren ist das Verfahren vor 20, 25 Jahren zum ersten Mal durchgeführt worden. Aber man kann auf jeden Fall sehr viele Jahre davon frei sein. Studien belegen, dass Patienten nach dem Eingriff 15 bis 20 Jahre lang keine Herzrhythmusstörungen mehr hatten.

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