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Gesundheit Potenzstörungen – Wenn der Mann nicht kann
Mehr Gesundheit Potenzstörungen – Wenn der Mann nicht kann
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11:22 09.01.2017
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Wahrscheinlich wird jeder Mann im Laufe seines Lebens einmal Erektionsprobleme haben, unabhängig von Alter und Lebensverhältnissen. Ist es nur eine vorübergehende Erscheinung, lassen sich die meisten Männer nicht aus der Fassung bringen. Eine länger andauernde Erektile Dysfunktion (Potenzschwäche) kann jedoch  auch ein Alarmsignal des Körpers sein. 

Ursachen

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Überdurchschnittliche berufliche Belastung, Arbeitslosigkeit, Minderwertigkeitsgefühle, Midlife-Krisen können häufig zu einer Erektionsstörung führen. Oft kommt die Partnerschaft unter diesen Umständen zu kurz. Die eigenen und die gegenseitigen Erwartungen werden nicht mehr erfüllt. Daraus resultieren Frust und Beziehungskrisen. 

Ein über Jahre bestehender Bluthochdruck oder Nikotinmissbrauch kann Durchblutungsstörungen verursachen, so daß eine Gliedsteife nicht mehr zustande kommen kann. Ein fortgeschrittener Diabetes, ein Bandscheibenvorfall, Rückenmarksverletzungen oder Operationen beeinträchtigen die Funktion der Nerven. Oft bestehen mehrere Risikofaktoren. Man weiß heute, dass Erektionsstörungen oft Vorboten weitaus ernstzunehmenden Erkrankungen sein können. 

Abklärung

Zunächst empfiehlt es sich den Arzt seines Vertrauens zu Rate zu ziehen. Dieser wird in einem Gespräch die mit einer Potenzstörung einhergehenden Grunderkrankungen abklären. Einige Medikamente haben als Nebenwirkung eine Beeinträchtigung der Potenz zur Folge und müssen überprüft werden. Im Anschluss erfolgt eine körperliche Untersuchung, einschließlich des Genitales und der Prostata. Bei Verdacht auf einen Hormonmangel kann eine genaue Hormonanalyse sinnvoll sein. 

Viele Urologen führen heutzutage eine Spezialsprechstunde für Erektionsstörungen durch. Je offener das Gespräch und je ehrlicher die Antworten, umso gezielter kann eine Diagnose gestellt werden. Gleichzeitig wird der Urologe eine Prostataerkrankung abklären. Auch achtet er auf Erkrankungen im Genitalbereich, sowie auf Hormonstörungen.

Therapie 

Eine gesunde Ernährung ist genauso wichtig wie regelmäßiger Sport. Ausschaltung weiterer Risikofaktoren (Nikotin- und hoher Alkoholkonsum) sind ebenso notwendig. Bestehende Grunderkrankungen sollten behandelt werden. Eine spezielle Therapie der Erektionsstörung findet beim Urologen statt. Hier gibt es wirksame und gut verträgliche Medikamente zur Therapie der erektilen Dysfunktion, die sogenannten PDE-5-Hemmer (Viagra© (Sildenafil), Levitra© und Cialis©). Diese Medikamente bewirken im Ruhezustand zunächst einmal nichts. Erst im Erregungszustand verstärken sie durch Wirkung innerhalb eines biochemischen Prozesses im Penis die Erektion. Der Einsatz solcher Medikamente sollte erst nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen, so kann ein sicherer und erfolgreicher Einsatz gewährleistet werden. Auch die Anwendung erektionsfördernden Substanzen mittels Spritzen ist eine gute Alternative, die beim Urologen erlernt werden kann.

  • Erektionsstörungen sind immer abklärungsbedürftig, da sich hinter dem vermeintlich harmlosen Symptom eine ernstzunehmende Erkrankung verbergen kann.
  • Bei Potenzstörungen sollte ein Arzt des Vertrauens aufgesucht werden. Eine gezielte Therapie nach ausführlicher Diagnostik beim Facharzt ist in den meisten Fällen erfolgreich. 
  • Eine zufrieden gelebte Sexualität hat eine positive Auswirkung auf die  Gesundheit und stellt auch eine höhere Lebensqualität dar. 

Praxis für Urologie, Dr. med. O. Thiemann,

Facharzt für Urologie, Proktologie, medikamentöse Tumortherapie, Belegarzt

Exerzierplatz 30, 24103 Kiel, 

Telefon: 0431 - 9 48 55, www.urologen-am-exer.de