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Gesundheit KN-Talk zum Thema Stressbewältigung
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14:35 30.03.2017
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Stress am Arbeitsplatz kann krank machen. So verdoppelt sich das Risiko, innerhalb von fünf bis zehn Jahren eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln. Quelle: Oliver Berg
Kiel

Wie aber kann man der Stress-Spirale entkommen? Wie Burnout und Co. vorbeugen? Im KN-Talk „Lassen Sie sich nicht stressen!“ werden Experten heute in Kiel Antworten geben. Moderiert wird der Abend von KN-Redakteurin Heike Stüben.

Sechs von zehn Menschen in Deutschland fühlen sich gestresst – unabhängig davon, ob beruflich oder privat. Ein knappes Viertel der Bevölkerung gibt sogar an, häufig gestresst zu sein. Das ist das Ergebnis einer Studie der Techniker Krankenkasse von 2016.

Ursachen sind vielfältig

Die Ursachen für Stress sind vielfältig. Mal ist es der Streit mit dem Partner, mal die Angst um einen kranken Angehörigen. Mal sind es finanzielle Sorgen und oft Arbeitsverdichtung und hoher Leistungsdruck im Beruf. So hat es auch Tanja Salkowski erlebt. Als Marketingleiterin hat sie für ihren Job gebrannt und ihm alles andere untergeordnet, bis sie selbst ausgebrannt war. Beim KN-Talk will die 39-Jährige ihre Erfahrung weitergeben, damit andere rechtzeitig daraus lernen können. Laut TK-Studie stresst die jüngeren Erwerbstätigen oft aber auch der Spagat zwischen Karriere und Familie. Bei den Befragten ab 50 aufwärts belastet dagegen vor allem die Sorge, im Beruf nicht mehr mithalten zu können: Drei von zehn Befragten fühlen sich durch das Arbeitstempo und die zunehmende Digitalisierung unter Druck gesetzt.

Doch warum macht das den einen krank und den anderen nicht? Für Dr. Gernot Langs ist dies eine Schlüsselfrage, die den Weg aus der Stress-Spirale öffnen kann. Der Chefarzt der Schön Klinik Bad Bramstedt, der größten psychosomatischen Fachklinik in Deutschland, wird erklären, was wichtig ist, damit Stress nicht zu Burnout, Depression und anderen Erkrankungen führt.

Auch die Unternehmen sind gefordert

Dr. Philipp Klein, Oberarzt am Zentrum für Integrative Psychiatrie (ZIP) in Lübeck, will erst einmal mit einem verbreiteten Vorurteil aufräumen: Viele Menschen würden glauben, sie seien selbst schuld, dass sie nicht so belastbar sind, weil man es von ihnen erwartet. „Das Problem dabei ist, dass diese Selbst-schuld-Haltung Betroffene noch depressiver macht und es so schwerer wird, einen anderen Umgang mit Stress einzuüben“, erklärt Klein.

Ständig unter Strom sein, nicht mehr zur Ruhe kommen – das berichten Kerstin Berszuck oft Teilnehmer ihrer Kurse. Die AOK-Referentin für Prävention mit dem Schwerpunkt „Psychosoziale Gesundheit“ will beim KN-Talk Tipps geben, wie man sich selbst wieder herunterbringen und entspannen kann.

Gesundheitsministerin Kristin Alheit (SPD) sieht beim Thema Stress die Unternehmen gefordert. Die Erwerbstätigen müssten stärker als bisher vor psychischen Belastungen – dazu zählt Alheit auch die Erreichbarkeit am Abend und am Wochenende – geschützt werden.

Der KN-Talk findet am Mittwoch, 29. März, von 18.30 bis 20 Uhr an der Kieler Universität, Leibnizstraße 1 (Klaus-Murmann-Hörsaal) statt. Der Eintritt ist kostenlos. Parkplätze stehen auf einem Parkplatz an der Olshausenstraße zur Verfügung. Hier finden Sie die Veranstaltung auf Facebook.

Treppensteigen? Spazieren gehen? – Für die meisten etwas ganz Alltägliches. Nicht so für Helmut Petersen*. Körperliche Anstrengungen wurden für ihn zur Herausforderung. Oftmals verspürte er ein Engegefühl in der Brust und bekam schon bei geringer Belastung Luftnot. „Immer wieder musste ich Pausen machen. Mich ausruhen. Selbst für eine kurze Strecke brauchte ich viel Zeit“, so der 74-Jährige Rentner aus der Nähe von Rendsburg. Ein Besuch bei seiner Tochter, die nur wenige Gehminuten entfernt wohnt, war nur mit viel Mühe und Pausen machbar. Für den lebenslustigen und aktiven Helmut Petersen eine unbefriedigende Situation. Doch er fand sich damit ab; schob es auf das Alter. Seine Frau hingegen machte sich immer mehr Sorgen und drängte ihren Mann zum Arzt zu gehen.

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