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Gesundheit Stopp dem Rückenschmerz
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Wenn wiederholte Behandlungen mit Massagen, Physiotherapie, Chirotherapie oder intramuskulär injizierten bzw. oral verabreichten Schmerzmitteln keine dauerhaften Besserungen der Rückenschmerzen und der im Laufe der Jahre zunehmenden Bewegungseinschränk-
ungen der Wirbelsäule und Gelenke mit Muskelversteifungen erbringen, wird in der Regel ein MRT durchgeführt, um weitere Ursachen zu finden. Es werden dann z.B. Osteochondrosen (sogen. Verschleißerscheinungen), Bandscheibenvorwölbungen, -vorfälle, Gleitwirbel (verschobene Wirbel) oder Spinalkanalstenosen (Engpass mit Druck auf Rückenmark und Nerven) gefunden. Die am häufigsten für die Schmerzen ursächlich infrage kommenden entzündlich-ödematösen Verquellungen um die Wirbel herum werden dabei allerdings bisher kaum beachtet.

Die Injektionsbehandlung mit physiologischer Kochsalzlösung
Hier leistet die Injektionstherapie mit 0,9 %-iger Kochsalzlösung perivertebral und perineural (um den Nerv herum) eine schnelle und wirksame Hilfe. Durch die Injektionen werden die Verquellungen und örtlichen Entzündungen, die durch Störungen der Mikrozirkulation mit Einlagerung von Säuren (u.a. Milchsäure, Harnsäure) in Verbindung mit Verspannungen der Rückenmuskulatur entstanden sind, relativ rasch abgebaut und der Schmerz verschwindet. Auf diese Weise ist es möglich, Patienten mit jahrelangen, etwa durch Bandscheibenvorfälle verursachten Rückenschmerzen, die in Arme oder Beine ausstrahlen, nach einigen Therapiesitzungen von ihren Schmerzen zu befreien.
Bei richtiger Injektionstechnik kommt es nach meiner Erfahrung bei der großen Mehrzahl der Fälle bereits nach der ersten Therapiesitzung zu einer deutlichen Schmerzverminderung und verbesserter Beweglichkeit der Wirbelsäule.
Für eine weitere Verbesserung und vor allem anhaltende Schmerzbeseitigung sind im Durchschnitt vier bis acht Behandlungen erforderlich. Erreicht wird damit häufig jahrelange Beschwerdefreiheit. Dies gilt auch für die Behandlung von Bandscheibenvorfällen mit peripheren sensiblen Funktionsausfällen (Nervenstörungen in den Extremitäten, wie Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Schmerzen in den Händen, Armen, Beinen, Füßen), die sich, sofern ein Zusammenhang mit der Wirbelsäule besteht, zurückbilden und regenerieren können, da auch hier der Druck der perineuralen Verquellungen m.E. die Hauptursache für die Entstehung des Bandscheibenvorfalls darstellt und die vorgefallene Bandscheibe unter der Therapie sofort entlastet wird und sich in der Folge nach und nach ebenfalls zurückbildet (eigene Fälle mit MRT-Kontrolle nach einem Jahr). Selbst kleinere Bandscheiben-Sequester (abgesplittertes Bandscheibengewebe) können sich wieder abbauen.
Gute Ergebnisse sind nach meiner Erfahrung außerdem bei Halswirbelsäulen-Beschwerden einschließlich Schulter-Arm-Syndrom und Kalkschulter zu erzielen, da auch hier die nervale und durchblutungsmäßige Versorgung der Gelenke von der Wirbelsäule ihren Ausgang nimmt.
Darüber hinaus ist es möglich, auch eine Reihe anderer Erkrankungen, wie z.B. Brustwirbelsäulen bedingte Herzbeschwerden günstig zu beeinflussen.
Rückenschmerzen, die hauptsächlich durch Spinalkanalstenosen, durch Wirbelgleiten oder Tumoren bedingt sind, müssen vorher ausgeschlossen werden.
Nebenwirkungen sind bei richtiger Injektionstechnik nicht zu erwarten, sodass diese Behandlung als schonendes Therapieverfahren bezeichnet werden kann.

Weitere Behandlungsansätze
In der Regel geht der Therapie eine ausführliche Anamnese und Untersuchung voraus, um z.B. Fehlstellungen der Wirbelsäule festzustellen.
Häufig liegt begleitend eine Beckenschiefstellung vor, die mit einer speziellen, nebenwirkungsfreien Therapiemethode behoben wird, wobei unterschieden wird, ob es sich um einen geburtsbedingten Beckenschiefstand oder um ein verwrungenes Becken (bei einer Atlasblockade mit nachfolgender Ileosacralblockade) handelt oder um beides. Beide Beckenschiefstandformen können erfolgreich behandelt werden.
Bei der Analyse von Bewegungsschmerzen muss auf das Vorhandensein von Faszienverklebungen bzw. -entzündungen untersucht werden. Faszien sind Bindegewebsstrukturen, die die Muskeln und andere Körpergewebe umgeben und ihnen Stabilität verleihen.
Durch Überbeanspruchungen, Verletzungen, Austrocknung können Faszienverklebungen und -entzündungen auftreten, die in ihrem Versorgungsgebiet schmerzhafte Bewegungseinschränkungen verursachen können. Therapeutisch hat sich hier u.a. besonders die Matrix-Rhythmus-Therapie bewährt, wodurch diese Schmerzzustände zuverlässig beseitigt werden können.
Muskuläre Verspannungen können daneben mit der Stoßwellentherapie (Trigger-Osteopraktik) durch Schallwellen behoben werden, zumal muskuläre Verspannungen begleitend, aber auch auslösend für Rückenprobleme bedeutsam sind.

Dr. med. Wolfgang Kühn
Arzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, Homöopathie, Schmerztherapie bei Bandscheiben- und Gelenkproblemen, Privatarztpraxis
Exerzierplatz 7, 24103 Kiel
Tel.: 0431-9 33 80
kuehn.kiel@web.de
www.dr-med-kuehn.de