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Das Universitäre Kinderwunschzentrum Kiel
In der Regel können sich etwa 60 Prozent aller Paare nach sechs Monaten und über 80 Prozent aller Paare nach einem Jahr bei regelmäßigem Verkehr ohne Empfängnisverhütung über eine Schwangerschaft freuen. Von ungewollter Kinderlosigkeit spricht man erst dann, wenn nach einem Jahr trotz regelmäßigen Verkehrs keine Schwangerschaft eingetreten ist. Dies ist heute gar nicht so selten der Fall: In Deutschland ist wissenschaftlichen Schätzungen zufolge ca. jede siebte Partnerschaft von Fruchtbarkeitsproblemen betroffen.

Um Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch noch besser helfen zu können, hat das Universitäre Kinderwunschzentrum des UKSH am Campus Kiel sein Angebot unter der Leitung von PD Dr. Sören von Otte weiterentwickelt und modernisiert.

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Da die Gründe für eine ungewollte Kinderlosigkeit sehr vielfältig sind, ist eine präzise Diagnostik beider Partner sehr wichtig. Die Kinderwunschzentren des UKSH in Kiel und Lübeck verfügen über modern ausgestattete Labore für eine sichere Diagnostik. Um Kinderwunschpaare erfolgreich behandeln zu können, haben die Einrichtungen alle erforderlichen Disziplinen unter einem Dach vereint, darunter Reproduktionsmedizin, Andrologie, Endokrinologie, minimal-invasive Chirurgie, Gynäkologie, Psychologie, Humangenetik und Urologie. Das Universitäre Kinderwunschzentrum Kiel bieten neben der unverbindlichen Paarberatung das gesamte Spektrum der modernen Kinderwunschdiagnostik und -therapie an. Die am häufigsten angewandten Behandlungsmethoden sind die sogenannte intrauterine Insemination (IUI), bei der gezielt Samenzellen des Mannes ausgewählt und in die Gebärmutter übertragen werden, die In-Vitro-Fertilisation (IVF), also die Befruchtung der weiblichen Eizelle „im Reagenzglas“ und die Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI), bei der das Spermium direkt in die Eizelle gepflanzt wird.

Weiterhin bietet sein Team zudem spezielle Beratung und Therapie zum Fertilitätserhalt bei onkologischen und chronischen Erkrankungen. „Damit wollen wir Betroffenen, die z. B. eine Chemo- oder Strahlentherapie benötigen, ihre Lebensperspektive mit Kindern erhalten“, erklärt Dr. von Otte. Bei der sogenannten Kryokonservierung können für den Fertilitätserhalt befruchtete oder unbefruchtete Eizellen, Spermien und sogar Ovar- oder Hodengewebe tiefgefroren und gelagert werden. Das Anlegen einer Fruchtbarkeitsreserve kann aus vielfältigen Gründen sinnvoll sein. Neben gesundheitlichen kommen auch soziale Gründe in Frage. So ist es möglich geworden, dass Frauen, die ihre Familienplanung noch nicht jetzt abschießen wollen, Eizellen vorbeugend einfrieren, sodass deren Qualität erhalten werden kann.

Ein wichtiges Qualitätskriterium des Universitären Kinderwunschzentrums Kiel ist neben der hochmodernen technischen Ausstattung und der engen Zusammenarbeit von Spezialisten aller beteiligten Fachrichtungen auch die wissenschaftliche Begleitung der Behandlungsmethoden. Durch die Möglichkeit der Teilnahme an wissenschaftlichen Studien können die Kinderwunschpaare unmittelbar von neuesten Forschungsergebnissen profitieren. Neben der fachlichen Leistungsfähigkeit bleibt der wichtigste Aspekt für das Kieler Zentrum jedoch immer die persönliche Betreuung der Paare. „Jede Kinderwunschbehandlung ist ein hoch emotionales Erlebnis und jedes Paar erlebt sie anders. Dabei spielen Hoffnungen und Erwartungen, aber auch Ängste und Enttäuschungen eine Rolle“, sagt Dr. von Otte und ergänzt: „Das Paar steht trotz aller manchmal notwendigen Technik immer im Mittelpunkt der individuellen Behandlung. Aus diesem Grund möchte unser Team den Aufenthalt im Kinderwunschzentrum immer so angenehm machen, wie es in dieser sensiblen Phase möglich ist.“

Weitere Informationen:
Universitäres Kinderwunschzentrum Kiel
Tel.: 0431 597-8877
www.uksh.de/kinderwunsch-kiel