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Gesundheit Wenn operiert werden muss, dann unbedingt vom Spezialisten
Mehr Gesundheit Wenn operiert werden muss, dann unbedingt vom Spezialisten
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10:42 12.12.2016

Herr Dr. Klauser, was ist so kompliziert an einer Gelenkersatz-Operation?

„Eigentlich fängt das schon mit der Schnittführung an und geht dann weiter bei der optimalen Balancierung der Weichteile, den Knochenschnitten und der Auswahl der richtigen Prothese. Gelenkersatz erfordert  viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung, damit das neue Gelenk lange hält und der Patient auch die erhoffte Linderung seiner Beschwerden erfährt. Das gilt für Erstoperationen und in noch höherem Maße, wenn ein künstliches Gelenk durch ein neues ersetzt werden muss.“ 

Was ist das Besondere an diesen Prothesen-Wechsel-Operationen?

„Auch, wenn Wechseloperationen inzwischen fast zehn Prozent der Gelenkersatzoperationen ausmachen, sind sie auch für erfahrene Chirurgen immer wieder eine Herausforderung. Sie sind schwieriger, aufwändiger und dauern länger als Primäreingriffe. Deswegen gehören sie unbedingt in die Hände ausgewiesener Spezialisten.  Was viele aber nicht wissen: Passgenauigkeit, Sorgfalt und Voraussicht beim Primäreingriff, sprich die Qualität dieser ersten Operation, erleichtern oder erschweren auch die Bedingungen für eine spätere Wechseloperation.“  

Spielt auch der Grund für den Prothesenwechsel eine Rolle?

„Ja. Denn dieser entscheidet mit, ob – etwa bei Verschleiß  des Kunststoffgleitlagers - z.B. nur einzelne Komponenten ausgetauscht werden müssen oder – wie bei einer Infektion - das gesamte Gelenk. Bei dieser gefürchteten Komplikation besiedeln Bakterien das künstliche Gelenk, breiten sich auf das umliegende Gewebe aus und drohen, es zu zerstören. Deshalb kommt dem Infektionsschutz schon vor und während der OP eine entscheidende Rolle zu.“

Wie kann ich als Patient hier besonders sicher gehen?

„Eine Spezialklinik wie die Ostseeklinik, in der ausschließlich geplante Eingriffe durchgeführt werden, bietet diesbezüglich schon einmal größere Sicherheit als ein Krankenhaus, in dem verschiedene Fachrichtungen nebeneinander operieren. Zum anderen könnte ein Blick in die Hygienedaten weiterhelfen. Die aktuellen Zahlen für die Ostseeklinik sind gerade erst erschienen. Sie sind auch in diesem Jahr wieder hervorragend. Bedauerlicherweise ist HELIOS der einzige Krankenhausträger, der diese Daten für jeden einsehbar ins Internet stellt.“  

Wie geht es nach der OP weiter?

„Da es nach Gelenkoperationen zu starken Schmerzen kommen kann, besprechen unsere Anästhesisten schon vor dem Eingriff mit dem Patienten Möglichkeiten zur effizienten Schmerzlinderung wie Schmerzblocks und -katheter oder so genannte PCA-Pumpen, bei denen der Patient seinen Schmerzmittelbedarf per Knopfdruck selbst deckt. Die Frischoperierten werden bei uns außerdem von unserem elfköpfigen, rund um die Uhr erreichbaren Team aus speziell ausgebildeten Pflegekräften (Schmerzschwestern) betreut. Diese besuchen die Patienten mindestens zweimal am Tag, um gemeinsam mit dem Patienten den optimalen Mittelweg aus Schmerzfreiheit und früher Mobilisation zu finden. Diese beginnt idealerweise bereits am Tag nach der Gelenkoperation. Es ist wichtig dass unsere Patienten verstehen, warum wir sie so früh mobilisieren und damit das operierte Bein frühzeitig wieder belasten und bewegen lassen: Lange Immobilität kann zu Komplikationen führen, die wir unbedingt vermeiden wollen. Dazu benötigen wir jedoch die Motivation der Patienten selbst. Unterstützt werden sie dabei durch  ein ganzes Team aus Sport-, Ergo- und Physiotherapeuten mit langjähriger Erfahrung in der Behandlung von Endoprothesenpatienten bereit.“  

Und was kommt nach dem Krankenhaus?

„Nach einer Gelenkersatz-OP empfiehlt sich eine Rehabilitation, auf die man auch Anspruch hat. Üblicherweise wollen wir gerne, dass unsere Patienten sechs bis sieben Tage nach einer Erstoperation dorthin verlegt werden. Nicht, damit hier Betten frei werden, sondern weil in der Reha Kraft, Beweglichkeit und Zutrauen in das neue Gelenk ganz gezielt gefördert und der Patient fit gemacht wird für den Alltag.“ 

 

In Damp besteht die Möglichkeit von OP und Reha aus einer Hand. Wo liegen für Sie die Vorteile?

„Zum einen hat auch die Rehaklinik Damp mehr als vier Jahrzehnte Erfahrung in der Behandlung von Patienten mit Gelenkersatz. Zum anderen bieten die Lage direkt am unberührten Sandstrand der Ostsee und das große Therapiezentrum beste Voraussetzungen für eine intensive, erfolgreiche Rehabilitation. Im Falle von Komplikationen sind die Wege zu uns Operateuren kurz und Fragen schnell geklärt. In den Fachabteilungen der Rehaklinik Kardiologie, Neurologie, Psychosomatik und Nephrologie inklusive einer Dialyseabteilung, können Patienten mit entsprechenden Begleiterkrankungen mitbetreut werden. Und schließlich belegen auch unabhängige Untersuchungen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen Rheinland-Pfalz, dass Patienten, die ihre Rehabilitation in Damp absolvieren, schneller und mit besseren Ergebnissen wieder zu Hause sind als Patienten anderer Rehakliniken.“

Dr. Wolfgang Klauser, Chefarzt der Abteilung Orthopädie der HELIOS Ostseeklinik Damp, ist Spezialist für Knie- und Hüftgelenkersatz sowie Prothesenwechseloperationen.

Adress-/Kontaktdaten (Soll: ca. 200 Zeichen, Ist: 207)

HELIOS Ostseeklinik Damp

Abteilung Orthopädie und Sportmedizin

Seute-Deern-Ring 20

24351 Ostseebad Damp

(04352) 80-6137

info.ostseeklinikdamp@helios-kliniken.de

www.helios-kliniken.de/klinik/damp-ostseeklinik.html

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