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KN hilft Leben retten Kunden sollen schneller versorgt werden
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16:18 12.01.2020
Von Jennifer Ruske
Freuen sich über die Eröffnung der Kieler Filiale ihres privaten Institutes für Hämatopathologie Hamburg (HpH): die Geschäftsführer Dr. Christoph Schulte, Prof. Dr. Katharina Tiemann und Dr. Markus Tiemann (von links). Quelle: Jennifer Ruske
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Kiel

Nach gut zweieinhalb Jahren Bauzeit hat das Team in der Hasseer Gärtnerstraße am 2. Januar seinen Betrieb aufgenommen. Das Interesse an der Arbeit des privaten Institutes für Hämatopathologie (HpH), das seinen Sitz in Hamburg hat, war groß – beim offiziellen Empfang vormittags wie auch beim Tag der offenen Tür nachmittags herrschte großer Andrang in dem L-förmigen, zweigeschossigen Gebäude.

„Wir wollten mal schauen, was die hier so machen“, erklärte ein Paar aus der Nachbarschaft und reihte sich in einen der Rundgänge ein, zu denen die Geschäftsführer einluden. Sichtlich stolz zeigte sich Dr. Markus Tiemann, Facharzt für Pathologie, über den Neubau mit den rund 2220 Quadratmetern Nutzfläche, die die WD Vermögensverwaltung als Bauherr hingestellt hat. Das Gros davon sind Labore, in denen moderne Technik zum Einsatz kommt. Rund 4,5 Millionen Euro hat das Institut für den Innenausbau, die Einrichtung der Räume und Labore sowie die Geräte investiert. Gefördert wurde das Unternehmen mit 300 000 Euro durch das Land. Auch die Stadt Kiel hat die Ansiedlung positiv begleitet. 

Technik hilft bei der Diagnostik

Die moderne, computergesteuerte Ausstattung hilft den Ärzten, Biologen und Medizinisch-technischen Assistenten bei der pathologischen Diagnostik von Leukämien und Lymphomen. In den Laboren werden Gewebeproben untersucht, die von Kliniken oder Ärzten eingereicht werden. „Durch die Untersuchung können wir bestimmen, um welche Art oder Mutation von Tumor es geht. Wenn die bekannt ist, kann ein behandelnder Arzt entsprechende Behandlungsschritte einleiten. Das muss nicht immer Chemotherapie sein, auch Medikamente können in verschiedenen Fällen helfen“, erklärte Tiemann. Sein Institut sei „deutlich schneller als andere Mitbewerber“. Das komme den Patienten zugute. 

Mit der eigentlichen Arbeit, der Untersuchung von Patientenproben sowie dem Start von Forschungsprojekten, wird das Team Ende Januar beginnen. Derzeit laufen Schulungen. Denn nicht nur die Geräte sind neu, auch die Mitarbeiter sind es. 18 Menschen wurden bereits eingestellt. Mindestens 25 unbefristete Stellen will man in Kiel schaffen. Insgesamt 212 Menschen arbeiten derzeit für das 2004 in Hamburg gegründete private Institut für Hämatopathologie. Das Unternehmen bildet auch aus. 

Zusammenarbeit mit Ärzten und Krankenhäusern

Die Eröffnung einer Filiale in Kiel erfolgte, „weil wir von hier aus unsere Kunden im norddeutschen Raum noch besser und schneller versorgen können“, sagte Tiemann. Das Unternehmen arbeitet mit einer Reihe von Ärzten sowie acht Krankenhäusern zusammen. Dazu gehört laut Tiemann unter anderem das Städtische Krankenhaus. Diese Kooperation soll mit dem Start der 4. Klinik für Pneumologie (Lungenheilkunde) künftig ausgeweitet werden, sagte Tiemann. Gleichsam freut sich Tiemann auch über eine Zusammenarbeit mit Studenten der Medizin oder der Naturwissenschaften, die ihre Bachelorarbeiten schreiben wollen.

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