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Lifestyle Püree von neuen Erbsen mit Forelle
Mehr Lifestyle Püree von neuen Erbsen mit Forelle
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21:07 15.04.2016
Feines Frühlingsgericht: Püree von neuen Erbsen mit Forelle und zarter Minznote. Quelle: Amirfallah
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Der Mai, ein wunderbar reicher Monat für Kochenthusiasten, rückt näher. Zeit also für all die frischen Gemüse, die nun endlich auf den Märkten zu finden sind. Die ersten neuen Erbsen kommen zumeist Anfang Mai aus dem südlichen Europa – und wenn es hierzulande ein sonnig-milder Mai ist, womöglich auch schon (fast) aus der Nachbarschaft.

Junge Erbsen sind intensiv grüne, kleine Schoten mit noch kleineren Erbsen darin. Die allerdings sind so wunderbar süß und geschmacksintensiv, dass ich beim Auspulen fast schon aufpassen muss, nicht zu viele davon zu naschen.

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Solange auch die Schoten noch ganz zart sind, esse ich diese gerne mit. Dafür ziehe ich, ähnlich wie bei Gartenbohnen, den festeren Faden an der Seite ab, bevor ich sie blanchiere. Der Begriff "Blanchieren" ist Küchenlatein und meint lediglich, etwas kurz zu überbrühen, es für wenige Augenblicke in kochendes Wasser zu geben.

Ein kleiner Tipp noch: Wenn Sie wünschen, dass die Erbsenschoten ihr intensives Grün behalten, ersetzen Sie einen Teil des Salzes im Kochwasser durch Haushaltsnatron und geben die Erbsen unmittelbar nach dem Blanchieren in bereitstehendes Eiswasser. Dieser Trick funktioniert bei allen grünen Gemüsen. Hinreißende Begleiter junger Erbsen sind frische Minze und gebratene Forelle. Ein feiner Dreiklang, der dieses Rezept prägt.

Die Zubereitung:

Die Kartoffeln mit der Schale in Salzwasser weich kochen. Die Erbsen aus der Schote pulen, dabei die schönsten und feinsten Schoten – etwa 20 Stück – aussuchen und beiseitelegen. Die Zwiebel schälen und fein würfeln, dasselbe mit dem Knoblauch.

In einem Topf Butterschmalz erhitzen und die Zwiebelwürfel darin anbraten, den Knoblauch erst zugeben, wenn die Zwiebel schon fast glasig ist – denn Knoblauch schmeckt sehr schnell bitter, wenn er zu viel Farbe bekommen hat. Die Sahne und das Salz zugeben und aufkochen lassen. Die ausgepulten Erbsen hineingeben und drei bis vier Minuten köcheln lassen. Dabei zwei Esslöffel Erbsen beiseite legen.

Die gegarten Erbsen mit der Sahne pürieren, dabei drei Viertel der Minzblätter zugeben. Die gekochten Kartoffeln pellen und durch die Kartoffelpresse drücken, mit dem Erbsenpüree vermischen und nochmals mit Salz abschmecken. Wasser mit einer Prise Salz und etwas Natron zum Kochen bringen. Die beiseitegelegten Erbsenschoten in Stücke schneiden und zusammen mit den zurückbehaltenen Erbsen zwei Minuten blanchieren. In Eiswasser abkühlen. Anschließend mit grobem Meersalz und wenig Olivenöl marinieren.

Die Forellen abwaschen, salzen, rundherum in Mehl wenden und in einer Pfanne mit hitzebeständigem Griff in Butterschmalz anbraten, einige Zweige Thymian mit in das Bratfett geben.
Wenn die Forellen von beiden Seiten Farbe angenommen haben, die Pfanne in den auf 80 Grad vorgeheizten Backofen stellen und 15 Minuten weitergaren. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen.

Das Fleisch von den Gräten lösen und mit dem Erbsenpüree – dies kann gerne kalt sein – und den marinierten Erbsenschoten servieren und mit der übrigen Minze und dem Forellenkaviar dekorieren. Viel Freude beim Nachkochen!

Einkaufszettel

2 kg neue Erbsen in der Schote
1 weiße Zwiebel
1 halbe Knoblauchzehe
½ Teelöffel Butterschmalz
200 ml Sahne
1 kl. Bund Minze
Salz
2 frische Forellen
2–3 Zweige Thymian
2 EL Mehl
1 kl. Glas Forellenkaviar

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