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Lifestyle Gewürzkürbis mit Aioli
Mehr Lifestyle Gewürzkürbis mit Aioli
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19:59 21.10.2016
Mit Sternanis und Zimt erhalten Kürbisse ein besonderes Aroma. Die dazu passende Aioli kann viel Knoblauch vertragen. Quelle: Just, Möller-Eberth / CC BY 2.0
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Immer um diese Zeit des Jahres, wenn es draußen langsam nach Herbst riecht, dieser besonderen Mischung aus kühler Luft und frischem Laub, beginnt in meiner Küche eine intensive Kürbiszeit: Neben der klassischen Kürbissuppe mache ich daraus beispielsweise Salate, Dips, Chutneys und sogar Torten und Kuchen!

Am liebsten verwende ich Hokkaido, den Perfektionisten unter den Kürbisgewächsen. Er hat alles, was ein Kürbis braucht: eine essbare, zarte Schale, Nährstoffe en masse, festes Fruchtfleisch ohne Fasern. Und pflegeleicht ist er noch dazu. Mein schnellstes Rezept aus Hokkaido dauert zehn bis 15 Minuten in der Vorbereitung. Der Kürbis wird gebacken, dazu serviere ich einen schnellen Dip und einen kleinen Salat.

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Den Kürbis halbiere ich. Das Kerngehäuse und die Fasern im Inneren lassen sich am besten mit einem großen Löffel entfernen. Ich bevorzuge übrigens die kleineren Hokkaidos, weil sie aromatischer sind, und kaufe möglichst nur Bioware, weil die Schale mitgegessen wird.

Die Zubereitung

Die geputzten Kürbishälften schneide ich in anderthalb Finger breite Spalten. Dazu gebe ich Salz, Öl, ganzen Sternanisstücke, halbierte Zimtstangen sowie in feine Scheiben geschnittenen Ingwer. Alles wird mit den Händen gut gemischt und zugedeckt zum Durchziehen in den Kühlschrank gestellt – mindestens eine Stunde lang, wenn Sie mögen auch schon am Vortag.

Die Basis für die Aioli ist eine Mayonnaise ohne Ei. Faustformel: ein Teil Sojadrink auf drei Teile Öl. Wichtig ist, dass alle Zutaten Zimmertemperatur haben. Den Sojadrink daher schon zeitiger aus dem Kühlschrank nehmen, Raumtemperatur annehmen lassen und anschließend in ein hohes Mixgefäß füllen. Dann das Öl dazugeben und einen Pürierstab auf den Boden des Gefäßes stellen, auf höchster Stufe einschalten und dann ganz langsam nach oben ziehen, bis cremige Mayonnaise entstanden ist.

Um daraus eine würzige Aioli zu zaubern fehlt nur noch Knoblauch, und zwar viel davon! Ich hacke die Zehen nach dem Schälen grob und brate sie in ganz wenig Öl goldbraun an. Den Knoblauch ein paar Minuten abkühlen lassen und mit dem Pürierstab unter die Mayonnaise mixen. An dieser Stelle schmecke ich mit Senf, Salz, Zucker und einem Spritzer Essig ab. Je nach Lust und Laune auch mit Chiliflocken oder einem milden Currypulver.  

30 Minuten vor dem Essen wird der Backofen auf 220° C (Umluft 200° C) vorgeheizt. Die Kürbisspalten verteile ich samt Gewürzen auf einem mit Backpapier belegten Blech und backe sie etwa 35 Minuten oder bis sie außen goldbraun und innen cremig-weich sind. Dazu passt ein frischer Salat der Saison.

Im nächsten Monat machen wir es uns an dieser Stelle schon mal kuschlig: mit selbst gemachter, zuckerfreier Schokolade. Bis dahin schlemmen Sie sich gut durch den bunten Herbst und legen Sie ruhig einen kleinen Kürbisvorrat an. Hokkaidokürbisse halten sich bei kühler Lagerung bis zu zwei Monate. 

Einkaufszettel

Für zwei Personen:

Für den Gewürzkürbis
1 kleiner Hokkaidokürbis von ca. 600 g
1 gestr. TL Salz
2 EL neutrales Pflanzenöl
5 Stücke Sternanis
2 Zimtstangen
1 daumengroßes Stück Ingwer

Für die Aioli
150 ml Pflanzenöl
50 ml ungesüßter Sojadrink
1 TL süßer Senf
2 große Knoblauchzehen
2 Msp. Salz, 1 Prise Zucker
1 Spritzer milder Essig (z. B. Weißweinessig)
nach Belieben zusätzlich ½ TL Chiliflocken oder 2 Msp. Currypulver

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