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Lifestyle Fisch verliebt
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19:59 12.08.2016
Wenn schon Fisch, dann am besten Karpfen: Eine echte Entdeckung, kombiniert mit mediterranem Gemüse und Karottenpürree. Quelle: Jay Clark / CC BY 2.0 / Schüler
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Fisch schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch richtig gesund. Als hochwertige Proteinquelle und Lieferant von reichlich Omega-3-Fettsäuren sollte er daher ein- bis zweimal pro Woche auf dem Speiseplan stehen. Eine Empfehlung, die mir eigentlich entgegenkommt, denn ich esse leidenschaftlich gern Fisch. Ganz gleich ob Lachs, Bachforelle oder Wolfsbarsch. Egal ob gegrillt, gebraten oder geräuchert. Fisch zählt definitiv zu meinen absoluten Lieblingsgerichten.

Allerdings frage ich mich auch, ob in Anbetracht überfischter Meere und mitunter zweifelhafter Fangmethoden derart häufige Fischmahlzeiten ökologisch überhaupt vertretbar sind. So kommt Fisch in meiner Familie weitaus seltener auf den Tisch, als es meinem Appetit gefällt.

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Zudem wählen wir die Fischsorten äußerst sorgsam aus. Lange Zeit glaubte ich fälschlicherweise, dass ich der Umwelt und meinem Gewissen mit dem Kauf von Zucht- statt Wildfisch etwas Gutes tue. Mittlerweile weiß ich, dass auch Aquakulturen mit massiven Umweltproblemen verbunden sind und die Fütterung der Tiere mit Fischmehl und -öl äußerst fragwürdig ist.

Karpfen ist die einzige Fischsorte, die Greenpeace in seinem Fischratgeber unter Umweltschutzgesichtspunkten als unbedenklich empfiehlt. Doch das Vorurteil, der Karpfen sei fett und habe einen schlammigen Geschmack, hält sich hartnäckig und hält viele davon ab, ihn zu probieren. Das ist schade, denn Karpfen sind die nachhaltigsten Fische Mitteleuropas. Da sie sogenannte Friedfische und als solche Pflanzenfresser sind, ist man in der Zucht nicht auf die Fütterung mit Fischmehl angewiesen.

Der Amurkarpfen, auch Graskarpfen genannt, gehört zur Familie der Karpfenfische und stammt ursprünglich aus China. Er ist fettarm und hat festes, weißes Fleisch mit herrlich zartem Geschmack. Amurkarpfen lässt sich auf viele Arten zubereiten. Ich bevorzuge ihn ganz schlicht in der Pfanne gebraten. Das Amurfilet harmoniert bestens mit den Beilagen, die ich dazu reiche: einem süßlichen Karottenpüree und einem Schmorgemüse mit herrlich mediterranem Aroma. Ein leicht nachzukochendes Gericht, das aber durchaus auch verwöhnte Gaumen zufriedenstellt.

Die Zubereitung

Fischfilets abspülen, trockentupfen und salzen. Zwiebel schälen, Paprika putzen und waschen, Cocktailtomaten waschen und alles in mundgerechte Stücke schneiden. Karotten und Kartoffeln schälen, kleinschneiden und in reichlich Salzwasser weichkochen. Das Wasser abgießen und die Kokosmilch hinzugeben. Das Karotten-Kartoffel-Gemüse mit einem Pürierstab fein pürieren und mit etwas Salz abschmecken.

In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen. Das Gemüse darin anschwitzen, Rosmarin und eine gepresste Knoblauchzehe hinzugeben. Das Gemüse beiseite schieben, die Fischfilets in die Pfanne geben und beidseitig kurz anbraten. Mit Salz abschmecken und mit Wein ablöschen. Bei geschlossenem Deckel einige Minuten schmoren lassen, bis die Filets fast gar sind. Den Deckel abnehmen und die Flüssigkeit einkochen lassen. Die Fischfilets mit den Beilagen auf Tellern anrichten, das Gemüsepüree mit geröstetem Sesam bestreuen. Guten Appetit!

Einkaufszettel

Für 2 Personen:

2 Amurfilets à 150 bis 200 Gramm
1 rote Zwiebel
2 rote Paprika
7 Cocktailtomaten
300 g Karotten
200 g Kartoffeln
50 ml Kokosmilch
2 EL Olivenöl
1 Rosmarinzweig
1 Knoblauchzehe
80 ml Weißwein
etwas gerösteter Sesam
Salz

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