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Lifestyle Die eigene Käserei: Palak Paneer
Mehr Lifestyle Die eigene Käserei: Palak Paneer
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19:58 29.04.2016
Hausgemachter indischer Käse: Palak Paneer nach einem Rezept von Sarah Wiener. Quelle: H is for Home / CC BY NC 2.0
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Ich mag Currys und alle Arten von indischem Brot. Ich mag es feurig scharf und ich mag Hülsenfrüchte. So bunt die Saris in den verschiedenen Provinzen sind, so aufregend sind indische Speisen mit ihren vielen frischen Gewürzen, die dort in den Gärten wachsen können.

Jede Region hat ihre eigene Esskultur, ihre Vorlieben für bestimmte Zubereitungsarten und einen festen Glauben, welche Gewürze in die jeweiligen Saucen und Speisen gehören. Oft sind es nicht mehr als vier, fünf Gewürze, die die Küche prägen. Das Allerwichtigste ist die Frische der Gewürze, die immer im Ganzen gelagert und erst dann zerkleinert werden, wenn man sie braucht. Meist werden sie erhitzt, um das volle Aroma zu entwickeln. Erst dann kommen andere Zutaten hinzu.

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Eine meiner Lieblingsspeisen ist Palak Paneer, bestehend aus den Hauptkomponenten Palak (Spinat) und Paneer, einem weißen, indischen Weichkäse. Mir gefällt an dem Gericht nicht nur die Erinnerung an das aufregende Land Indien, sondern vor allem, wie erstaunlich leicht man einen wundervollen Käse selbst machen kann!

Würziger Spinat und selbstgemachter Käse

Die Zubereitung: Zunächst werden Milch und Salz erhitzt. Kurz vor dem Siedepunkt den Zitronensaft dazugeben. Die Milch beginnt zu gerinnen. Weitere 5 Minuten köcheln lassen und nur wenig rühren, um die Eiweißflocken nicht zu zerstören. Ein Sieb mit einem sauberen und ohne Waschpulver gewaschenen Geschirrtuch auslegen. Den Eiweißbruch in das Tuch gießen und mit klarem Wasser spülen.

Das Tuch an den Enden raffen und zusammendrehen. Einen schweren Topf als Gewicht auf das Tuch stellen, damit noch mehr Molke aus dem Käse gepresst wird. Der Käse sollte ungefähr 4 Stunden kalt stehen, dann kann man ihn aus dem Tuch nehmen und in Würfel schneiden.

Die Würfel werden kurz zur Seite gestellt, weil ich zunächst den Spinat vorbereite. Dazu den Spinat waschen, dicke Stängel entfernen und grob schneiden. Zwiebeln und Ingwer schälen und fein würfeln. Die Chilischote in feine Ringe schneiden. Wer es weniger scharf mag, entfernt die Kerne und die weißen Innenwände. Aber ein bisschen Schärfe sollte schon sein – und ist ja auch gesund.

Das Butterschmalz in einem Topf zerlassen. Zwiebel und Ingwer darin anschwitzen. Die Gewürze und die Chili dazugeben und alles kurz anrösten lassen. Den Spinat hinzufügen und so lang erhitzen, bis er zusammengefallen ist. Mit unbehandeltem Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.

Hervorragend für Gäste

Nun kommt der letzte Schritt: Ich gebe den Paneer in eine Auflaufform und den Spinat darüber. Das Gericht wird bei 180°C Ober- und Unterhitze gut 20 Minuten gebacken.
Ein authentischer Begleiter ist Naan, ein in Asien und im Orient weit verbreitetes Fladenbrot. Auch Joghurt, angerührt mit einem Hauch Kardamom und Salz, passt bestens.

Palak Paneer lässt sich hervorragend vorkochen – was äußerst praktisch ist, weil man so mehr Zeit mit seinen Gästen als in der Küche verbringen kann. Überdies bringt dieses schnell zubereitete Gericht den Gastgebern Punkte ein, und das nicht nur bei Vegetariern. Denn wer kann sonst schon mit selbstgemachtem Käse auftrumpfen? Bitte ausprobieren!

Einkaufszettel

1 l Vorzugsmilch oder Rohmilch mit mindestens 3,9 % Fett
Saft einer unbehandelten Zitrone
800 g frischer Spinat
2 Zwiebeln
2 cm Ingwerwurzel
1 EL Ghee (Butterschmalz)
2 Lorbeerblätter
1 TL Cumin, gemahlen
½ TL Zimt, gemahlen
1 Chilischote
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

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