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Lifestyle Erbsen für alle
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22:43 08.04.2016
Von Dany Schrader
Egal ob klassische Linsensuppe oder exotischer Hummus: Hülsenfrüchte sind das offizielle neue Superfood. Quelle: Stone Soup / CC BY 2.0
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Molly Yeh ist so etwas wie ein Guru unter den Foodbloggern. Die US-Amerikanerin hat ein feines Gespür für Essenstrends. Eines der Themen, das sie zurzeit umtreibt, ist die Frage nach dem perfekten Hummus-Rezept. Die Bloggerin hat dafür viel probiert.

Und es ist kein Zufall, dass ausgerechnet Yeh mit ihren jüdisch-asiatischen Wurzeln zur Botschafterin von "The Pulse", auf Deutsch "Die Hülsenfrucht", wurde: Mit der weltweiten Ernährungskampagne wollen die Vereinten Nationen den Verzehr von Hülsenfrüchten fördern.

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Gesund und anspruchslos

Die Initiative, die das Jahr 2016 zum Jahr der Hülsenfrüchte ernannt hat, trifft den Nerv der Zeit: Nachdem gesundheitsbewusste Großstädter nun schon Jahre lang freiwillig Grünkohl in jeder erdenklichen Form (Salat, Smoothie, Pesto, Chips) verzehrt haben, entdecken sie die Hülsenfrucht als neues Superfood.

Die Vereinten Nationen liefern dazu das Wissen, das schon unsere Großmütter hatten: Linsen, Erbsen und Bohnen sind nicht nur besonders nährstoffreich. Sie enthalten außerdem viel Eiweiß und Eisen, sind ballaststoffreicher als Reis, liefern dem Körper mehr Kalium als Bananen und mehr Antioxidantien als Blaubeeren.

Auch im Anbau sind Hülsenfrüchte weitaus anspruchsloser als so manche andere Frucht oder gar Getreide. Die Pflanzen brauchen kaum Wasser oder Düngemittel und sind zudem vergleichsweise resistent gegen Dürre. Ob möglicherweise sogar ein Zusammenhang zwischen hülsenfruchtreicher Ernährung und einem besonders langen Leben besteht, wird immer wieder in Studien untersucht.

Steigende Nachfrage

Erbsen, Bohnen und Linsen haben übrigens längst auf den Speisekarten zeitgeistiger Restaurants einen Platz gefunden. Und sie bilden die Seele der "Hummuserias" und mexikanischen Küchen, die derzeit überall eröffnen. Auf die steigende Nachfrage reagieren auch die Supermärkte: Dort hat Hummus in Nachbarschaft von veganer Wurst und veganem Käse oft schon eine eigene Nische im Kühlregal.

Molly Yeh dagegen püriert lieber selbst. Ihr Tipp für ein perfektes, nussiges Hummus: Getrocknete Kichererbsen über Nacht einweichen, dann zweieinhalb Stunden kochen, von den Schalen befreien und noch warm mit einem Löffel Tahinpaste, Olivenöl, Zitronensaft und frischem Knoblauch vermengen. Wem das nicht schmeckt, der kann es auch einfach mal mit der guten, alten Linsensuppe probieren.

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