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Lifestyle Ofenrhabarber mit süßer Hirse
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23:11 08.04.2016
Gesunde Süßspeise: Ofenrhabarber mit süßer Hirse
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"Es war einmal ein armes, frommes Mädchen, das lebte mit seiner Mutter allein, und sie hatten nichts mehr zu essen." So beginnt das berühmte grimmsche Märchen "Der süße Brei". Eine alte Frau schenkt dem Mädchen einen geheimnisvollen Topf, der auf Kommando Hirse kocht. Ziemlich praktisch, auch wenn das Märchen erst einmal in einem breiigen Desaster endet.

Dass es gerade der Hirsebrei ist, der das arme Mädchen und seine Mutter vor dem Verhungern retten soll, kommt nicht von ungefähr: Hirse war bis ins 17. Jahrhundert hinein vor allem in Deutschland ein Grundnahrungsmittel. Dann kam die Kartoffel, und die Hirse verschwand erst einmal in der kulinarischen Versenkung.

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Seit etwa zehn Jahren wird die Hirse jedoch wieder in Brandenburg kultiviert. Es handelt sich bei Hirse übrigens nicht um ein Getreide, sondern um eine Pflanze aus der Familie der Süßgräser. Sie ist glutenfrei, enthält Mineralstoffe und ist leicht und schnell zu verarbeiten – in Verbindung mit Rhabarber und Vanillesoße zu einer köstlichen, gesunden Süßspeise.

Die Zubereitung: Den Backofen auf 170° Umluft (190° Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Rhabarberstangen schälen bzw. entfädeln und in ungefähr 1,5 Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Den Rhabarber mit den übrigen Zutaten vermengen und alles mittig auf zwei Bögen Backpapier verteilen. Natron zieht Säure aus dem Rhabarber, er muss also nur noch dezent gesüßt werden. Die Backpapierbögen an den Seiten wie Bonbonpapier zusammennehmen und das Papier fest zudrehen oder mit Küchengarn verschließen. Die Pakete auf ein Backblech setzen, in den Backofen auf die untere oder mittlere Schiene geben und den Rhabarber 20 Minuten garen lassen. Die „Päckchen-Methode“ sorgt dafür, dass die Rhabarberstücke nicht zerkochen, der Geschmack bleibt drin.

Die Hirse vor dem Kochen sorgfältig in einem feinen Sieb heiß abspülen, um die enthaltenen Bitterstoffe aus der Schale zu ziehen. Abtropfen lassen und mit den übrigen Zutaten aufkochen. Kurz umrühren, Deckel auflegen und die Temperatur auf die kleinste Stufe zurückschalten. Zugedeckt mindestens zehn Minuten quellen lassen – schneller und einfacher geht’s kaum, finde ich!

Fehlt noch die Vanillesoße: Ich verwende Cashewmus, das ist mittlerweile sowohl im gut sortierten Supermarkt als auch im Bioladen vorrätig und eignet sich hervorragend als Sahnealternative. (Mandelmus geht aber auch). Das Cashewmus mit den restlichen Zutaten im Standmixer oder mit dem Pürierstab auf höchster Stufe schaumig mixen. Die Hirse mithilfe eines Anrichteringes oder einer Kaffeetasse mittig auf vier Teller oder in Dessertschalen setzen. Den Rhabarber aus dem Ofen nehmen und samt der beim Dämpfen entstandenen Flüssigkeit dazugeben, die Vanillesoße angießen. Wer mag, garniert mit frischer Zitronenmelisse oder Minze. Viel Spaß!

Einkaufszettel

Für den Rhabarber:
400 g Rhabarber
80 g Agavendicksaft o. Ahornsirup
1⁄2 TL Bourbon-Vanillepulver
1/2 TL Natron

Für die Hirse:
200 g Hirse
400 ml Pflanzenmilch (z. B. Kokos-Reis-Drink oder Mandeldrink)
6 EL Agavendicksaft
1 geh. TL Zimt

Für die Cashew-Vanille-Soße:
150 g Cashew- oder Mandelmus
500 ml kochend heißes Wasser
1 gestr. TL gemahlene Bourbonvanille
5–6 EL Ahornsirup o. Agavendicksaft (nach Geschmack)
Außerdem:
2 Bögen Backpapier

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