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18:16 20.08.2015
Die Antwort des Nordens auf den Wurstsemmel - das Fischbrötchen, hier mit leckerem Bismarckhering.
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Ein silbrig schimmernder Bismarckhering, ein süßsaurer Brathering oder eine Handvoll frisch gepulter Krabben, dazu ein Klacks Mayonnaise, frischer Salat, das Ganze wird zwischen zwei Brötchenhälften arrangiert. Mehr braucht es nicht für ein Fischbrötchen, das Küstenbewohnern wie Küstenbesuchern wahre Glücksgefühle bescheren kann. Das Fischbrötchen ist die Antwort des Nordens auf Wurstsemmel, Big Mac, Hotdog. Während die Weißwurst nur südlich des Mains, des "Weißwurst-Äquators", schmeckt, markiert die Elbe die Grenze zum Fischbrötchenland.

Hamburg liegt gewissermaßen am "Fischbrötchen-Äquator". Von hier zieht sich das Verbreitungsgebiet ostwärts bis nach Usedom und nach Norden bis zur Insel Sylt. Im Hafen von List steht bekanntlich die nördlichste Fischbude der Republik. Sie ist die Keimzelle des Imperiums von Jürgen Gosch, der sogar Ableger auf Rügen, Norderney, auf dem Festland, aber auch auf mehreren Kreuzfahrtschiffen gegründet hat. Die jüngste Niederlassung von Jürgen "Jünne" Gosch residiert in allerbester Lage am Strand von Westerland, hier gibt es sogar eine "Fischbrötchen-Klappe".

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Ausgewiesener Kenner des Bismarckherings

Wo aber finden Norddeutschlandurlauber in diesem Sommer die besten Fischbuden? Darauf hat der Hamburger Tilman Schuppius nicht nur eine Antwort, er hat gleich mehrere Büchlein zu diesem Thema herausgegeben. Soeben ist die aktuelle Ausgabe des "Fischbrötchenreports Schleswig Holstein / Hamburg" erschienen, der neue Mecklenburg-Vorpommern-Report ist sogar zweibändig angelegt.

Begonnen habe seine Karriere als Fischtester bei einem Bier mit Freunden, erzählt der Hamburger Schuppius. "Aus dem Ruhrpott kannte ich die Tipps, wo es die beste Currywurst gibt." Und so sei die Idee entstanden, professionell zu verkosten und die Ergebnisse in einem Report zu veröffentlichen. Mehr als 150 Buden hat der Experte für seine aktuellen Ausgaben besucht, und bei jeder ein Brötchen mit Bismarckhering bestellt. Das sei gewissermaßen die Basis, erst dann könne man Ausbaustufen wie Lachs oder Krabbe probieren.

Und was macht nun ein gutes Fischbrötchen aus? "Auf jeden Fall muss es frisch belegt sein", sagt Schuppius, "sonst wird das Brötchen pappig." Außerdem müsse Fisch absolut frisch sein. Ein Hinweis auf eine gute Verkaufsstelle sei ferner die Länge der Warteschlange in der Mittagszeit. Und zwei Geheimtipps lässt sich der Fischbrötchenkenner noch entlocken: Im Osten sollten Besucher ein Brötchen mit Seeaal, dem grätenfreien Rückenstück des Dornhais, probieren. Und an der Westküste Krabbenbrötchen. Hauptsache: Fisch gibt’s! Harald John

"Der Fischbrötchen-Report". Jeder Band 7,80 Euro, www.fischbroetchenreport.de

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