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Meinungen Anne Gramm: Pro Impfberatung
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19:35 26.05.2017
Von Anne Voigt
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Wir Menschen verdrängen gern. Und das gelang in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten ja auch ganz gut. Denn bei zwei bis drei Dutzend Masern-Kranken gleich von einer Epidemie zu sprechen, wie die Experten es taten, schien ja mehr als übertrieben. Was wir übersahen: Diese punktuellen Epidemien haben in Deutschland deutlich zugenommen, und wenn inzwischen 15 von 100 Menschen nicht mehr geimpft werden, ist der Tag, an dem wir von tausenden Erkrankten sprechen, nicht mehr weit. Und damit auch die Gefahr ganz nahe, dass es schwere Verläufe mit bleibenden Schäden gibt oder sogar Tote.

In den 1980er-Jahren konnte die Weltgesundheitsorganisation erklären, dass der gesamte Globus von der Geißel Pocken befreit ist. Eine Verpflichtung zum Impfen hatte das möglich gemacht. Soweit will Gröhe ja gar nicht gehen. Aber als Gesundheitsminister steht er in der Pflicht, etwas gegen die große Sorglosigkeit zu unternehmen, bevor es zu spät ist. Und sich wenigstens einmal intensiv mit dem Thema Impfen auseinanderzusetzen, ist von Eltern nicht zu viel verlangt.

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Denn es geht ja nicht nur um den jeweils Einzelnen und dessen Freiheit, für sich selbst Ja oder Nein zu sagen. Es geht auch um die mögliche Gefährdung aller anderen. Da darf man gern mal etwas genauer überlegen.

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