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Meinungen Anne Holbach zu Meldezetteln im Hotel
Mehr Meinungen Anne Holbach zu Meldezetteln im Hotel
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08:11 12.07.2019
Von Anne Holbach
Anne Holbach meint: Die Meldezettel in Hotels sollten abgeschafft werden. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Buchen, Zimmer wählen, bezahlen: Wer ein Hotelzimmer bucht, kann das inzwischen weitestgehend digital machen. Bei der Ankunft an der Rezeption müssen Urlauber dann aber erst einmal einen Meldezettel ausfüllen und ihn per Hand unterschreiben. Heutzutage, wo beim Paketboten oder an der Supermarktkasse eine Unterschrift auf einem elektronischen Lesegerät zur Normalität gehört, kommt das ganz schön altmodisch daher. Das Bundesmeldegesetz hemmt hier die Digitalisierung. Es ist höchste Zeit, diese Zettelwirtschaft zu beenden.

Die Meldescheine sorgen nicht nur beim Check-in für längere Wartezeiten, sondern auch für tonnenweise Papierverbrauch. Kundenfreundlich und ressourcensparend geht anders. Die Hoteliers würden liebend gerne auf die Papierberge in ihren Hinterzimmern verzichten. Schon eine digitale Signatur würde hier Abhilfe schaffen. Die Österreicher sind längst soweit, dort können Hotelgäste die Meldebescheinigung auf dem Smartphone unterzeichnen.

In Deutschland entstehen dank der Meldepflicht stattdessen riesige Datenfriedhöfe in Ordnern und Kisten, weil Ermittler die Möglichkeit haben wollen, über Fingerabdrücke oder DNA-Spuren auf den Scheinen Verbrecher zu überführen. Wie oft Behörden darauf überhaupt zugreifen, kann aber keiner genau sagen. So viel bürokratischer Aufwand und Datenerhebung auf Vorrat – nur für den Fall, dass die Meldezettel mal gebraucht werden könnten – das ist nicht nachvollziehbar.

Zum Thema: Grüne fordern: Schluss mit der Meldepflicht in Hotels

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