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Meinungen Bastian Modrow zu Ex-Minister Breitner
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07:00 17.04.2019
Von Bastian Modrow
Foto: Bastian Modrow
Bastian Modrow ist Polizeireporter der Kieler Nachrichten Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Es spricht für sich, wenn Ex-Innenminister Breitner, der für eine entscheidende Personalie der parlamentarischen Untersuchung selbst verantwortlich war, sein Schweigen ausgerechnet in sozialen Medien bricht und mit einer mindestens fragwürdigen These den gesamten PUA infrage stellt. Ein Schachzug, der ebenso durchschaubar ist wie das Agieren eines ehemaligen Top-Juristen des Landes. Dass dieser einerseits mit wildesten Anschuldigungen gezielt gegen die auskeilt, deren Aufklärungswille unstrittig ist, andererseits aber nicht den Unterschied zwischen Strafprozess und PUA-Gesetz zu kennen scheint, ist unglaubwürdig. An Zufälle zu glauben, das wäre naiv angesichts der Vielzahl überraschender Erinnerungslücken und der plötzlichen Missverständnisse bei Beteiligten.

Zum Glück geht die Taktik nicht auf. Die Obleute sind schlau genug, die Manöver zu durchschauen. Anstatt sich in parteipolitischem Kleinklein zu verlieren, rücken sie dichter zusammen und leisten echte Aufklärungsarbeit. Bereits nach fünf Sitzungen haben die Abgeordneten mehr Hintergründe ermittelt als der Sonderermittler des Innenministers in einem ganzen Jahr.

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