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Meinungen Bastian Modrow zur Verkehrspolitik im Norden
Mehr Meinungen Bastian Modrow zur Verkehrspolitik im Norden
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09:27 02.08.2013
Von Bastian Modrow
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Denn es ist wie beim sprichwörtlichen Kind, das erst in den Brunnen fallen musste, bevor etwas passiert. Seit Jahren beklagten sich Verkehrs- und Wirtschaftsverbände immer wieder über den desolaten Zustand des Wegenetzes im Norden. Doch gleich wie dramatisch das skizzierte Szenario in der Vergangenheit auch war, mit Nachdruck hat sich keine der verschiedenen politischen Konstellationen im Landeshaus des Problems angenommen. Nach der dramatischen Teilsperrung der Rader Hochbrücke ist das jetzt anders.

Die miserable Verkehrsinfrastruktur beschäftigt alle Parteien gleichermaßen. Aus gutem Grund: Zum ersten Mal werden die Folgen einer über Jahrzehnte vernachlässigten Instandhaltungspolitik auf den Straßen so deutlich spürbar - auf der wichtigsten Nord-Süd-Achse Schleswig-Holsteins. Entsprechend groß ist der Druck, Abhilfe zu leisten, um weiteren Schaden abzuwenden. Dass plötzlich in allen politischen Lagern nach Lösungen gesucht wird, ist ein positives Signal. Nun ist Verkehrsminister Reinhard Meyer gefordert, sich als Krisenmanager zu beweisen und selbst seinen Beitrag zu leisten - indem er den Plan kassiert, im Verkehrsetat den Rotstift anzusetzen.