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Meinungen Hiersemenzel: Ticket muss sich rechnen
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21:14 03.03.2020
Von Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent Christian Hirsemenzel kommentiert das Jobticket. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Manches Unternehmen im Norden geht längst mit gutem Beispiel voran: Die Provinzial Nord-West zum Beispiel unterstützt nachhaltige Mobilität durch eine Kooperation mit dem Anbieter JobRad: Das Unternehmen least für derzeit 180 Mitarbeiter das jeweilige Wunschfahrrad und behält im Gegenzug einen kleinen Teil ihres monatlichen Bruttogehaltes ein. Wer bei der Förde Sparkasse arbeitet, hat wiederum die Möglichkeit, über ein Firmen-Abo zehn Prozent günstiger mit Bus und Bahn zu fahren. Ja, das sind prinzipiell gute Ansätze. Damit aber ein Ruck durch die Pendler geht und sie ihr Auto stehen lassen, wäre viel mehr nötig.

Andere machen es vor

Luxemburg hat vorgemacht, wie mutige Politik aussehen könnte. Dort ist der öffentliche Nahverkehr seit Monatsbeginn komplett kostenlos, die finanziellen Einbußen werden über Steuererhöhungen ausgeglichen. Von einem solchen Schritt ist in Schleswig-Holstein leider nicht die Rede. Aber dass man nach den Studierenden und ihrem Semesterticket jetzt die arbeitende Bevölkerung in den Blick nimmt, das gesellschaftliche Rückgrat, ist zu begrüßen.

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Es muss billiger und praktikabel sein

Wichtig wäre nur, dass sich für den Arbeitnehmer am Ende deutliche Einsparungen ergeben. Wenn die Nutzung von Bus und Bahn im Vergleich zum Auto schon umständlicher ist, muss sie sich finanziell rechnen und auch im ländlichen Raum praktikabel sein.

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