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Meinungen Christian Hiersemenzel zum Küstenschutz
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23:07 26.01.2019
Von Christian Hiersemenzel
Christian Hiersemenzel ist Landeshauskorrespondent der Kieler Nachrichten Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Allein 2018 kostete das 7,3 Millionen Euro. Nun mag die Dringlichkeit auf Nordfrieslands schöner Ferieninsel deutlich höher sein als an Schleswig-Holsteins Ostseeküste. Sylt sichert gemeinsam mit den Halligen und Deichen auch das Festland vor Sturmflut. Und ohne Vorspülungen wäre das nordseeumtoste Sylt schon bald dem Untergang geweiht. Nur: Wenn eine Gemeinde wie Schönberg nach den jüngsten heftigen Winterstürmen wieder einmal bangen muss, ob sie die teure Rechnung für Sand bezahlen kann, ist etwas aus den Fugen.

Da ist er mal wieder: der Widerstreit zwischen Tourismus und Natur. Ersterer spült hohe Summen nach Schleswig-Holstein und sichert Arbeitsplätze. Letztere spült den eben künstlich aufgebrachten Sand und damit jede Menge Geld wieder fort. Wer könnte diesen Konflikt besser aufgreifen als die Kieler Jamaika-Koalition mit ihrem FDP-Wirtschaftsminister auf der einen Seite und dem grünen Umweltminister auf der anderen?

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Vor diesem Hintergrund klingt der Vorschlag, den Bernd Buchholz macht, verheißungsvoll: Wenn das Land an der Ostseeküste Tourismusorte privilegiert und sein Geld damit gezielter einsetzt, brauchen Gemeinden um den Bestand von Strand, Promenaden und Seebrücken nicht mehr zu betteln.

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