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Meinungen Christian Hiersemenzel zum Tiertransport
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09:26 03.07.2019
Von Christian Hiersemenzel
Christian Hiersemenzel ist Landeshauskorrespondent der Kieler Nachrichten. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Der Erlös relativiert sich höchstens dadurch, dass nach Angaben des Landesverbands Rinderzucht hinter den Verkäufen etwa 800 Betriebe standen. Für den einzelnen Landwirt ging es gleichwohl um bares Geld, und das erklärt, warum der Landesbauernverband so allergisch darauf reagiert, wenn die CDU in Sachen Rinderexporte von den Landwirten eine freiwillige Selbstbeschränkung fordert. Aber Hand aufs Herz: Wäre das so absurd?

Nicht alles, was der Gesetzgeber erlaubt, ist auch moralisch in Ordnung. Aus gutem Grund dreht sich vielen Kreisveterinären regelmäßig der Magen um, wenn sie für Zuchtvieh sogenannte Vorlaufatteste ausstellen müssen, die sich rein an seuchenrechtlichen Vorgaben orientieren. Nicht aber am Tierschutz.

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Früher oder später landen alle auf der Schlachtbank

Machen wir uns nichts vor: Auch all diese Tiere, die zunächst als Zuchtvieh deklariert werden, landen früher oder später auf der Schlachtbank. Derzeit ringen die Agrarminister der Länder mit CDU-Bundesministerin Julia Klöckner um eine dauerhafte Lösung. Dass sich dieses Verfahren so elendig lange hinzieht, ist schlimm genug. Solange aber Tiertransporte in Drittländer nicht gestoppt sind, erscheint es politisch legitim, dass der Landwirt und CDU-Mann Heiner Rickers seine Kollegen zum Selbstverzicht auffordert. Im Gegenteil: Diese Ermahnung ist ein wichtiger Kompass.

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Hans-Jürgen Jensen 02.07.2019
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