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Meinungen Christian Hiersemenzel zu Tierversuchen
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10:00 18.05.2019
Von Christian Hiersemenzel
Christian Hiersemenzel ist Landeshaus-Korrespondent der Kieler Nachrichten Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Wir alle möchten möglichst lange möglichst umfassend gesund bleiben und erwarten wie selbstverständlich, dass uns Ärzte, Wissenschaftler und Pharma-Industrie mit dem Effizientesten versorgen, was der Weltmarkt gerade hergibt. Aber mal ehrlich: Wer denkt in der Apotheke, wo es stets so wunderbar sauber riecht, schon daran, dass für seine Medikamente Tausende Tiere leiden mussten? Es verhält sich kaum anders als mit dem Kauf von Holsteiner Katenschinken zum Spargel: Die meisten von uns verdrängen die Bilder von Schlachthöfen.

Umso wichtiger ist es, dass Organisationen wie der Deutsche Tierschutzbund auf die geschundenen Kreaturen hinweisen und eine politische Debatte anregen, wie die Gesellschaft die Anzahl der Versuche möglichst umfassend reduziert. Dient wirklich jedes Experiment dem hehren Ziel der Wissenschaft?

Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht hat vollkommen recht, wenn er darauf hinweist, dass sich die Forschungseinrichtungen stärker um alternative Untersuchungsmethoden bemühen müssen und oftmals zu bequem sind, neue, möglicherweise zunächst teurere Wege zu beschreiten. Dass aber die Länder ähnlich wie bei den leidigen Tiertransporten ins Ausland wieder einmal auf Bundesebene ausgebremst werden, gehört zu den bitteren Erkenntnissen dieser Debatte.

Mit seiner jetzt vorgelegten „Digitalen Strategie“ hat Oberbürgermeister Ulf Kämpfer den Kieler Bürgern ein Versprechen gegeben: In absehbarer Zeit sollen sie sich die meisten Behördengänge sparen können, weil sie Anträge online zur Bearbeitung einreichen können.

Jürgen Küppers 17.05.2019

Ihr Verhalten ist widerwärtig: Alle Autofahrer, die Rettungsgassen ignorieren, sie für sich selbst nutzen oder gar darin wenden, sollten da gepackt werden, wo es sie besonders schmerzt – bei ihrer Fahrerlaubnis, die möglichst lange Zeit entzogen wird., meint Niklas Wieczorek.

Niklas Wieczorek 17.05.2019

Der Kieler Klimanotstand ist mehr als bloße Symbolik. Die Kielerinnen und Kieler sollten sich keine Illusionen machen: Der Beschluss wird für sie konkrete Folgen haben, meint Michael Kluth. Er wird Menschen und Unternehmen treffen.

Michael Kluth 16.05.2019