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Meinungen Christian Hiersemenzel zur Windkraft
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11:45 08.05.2019
Von Christian Hiersemenzel
Foto: Christian Hiersemenzel ist Landeshauskorrespondent der Kieler Nachrichten
Christian Hiersemenzel ist Landeshauskorrespondent der Kieler Nachrichten Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Zehn Gigawatt Windenergie an Land galten bisher zwar als ehrgeiziges, zumindest im Landtag aber auch unumstößliches Vorhaben. Gestern bekannte der FDP-Abgeordnete Oliver Kumbartzky Farbe, indem er einräumte, dass die im Koalitionsvertrag vereinbarte Menge keineswegs der liberalen Vorstellung entspreche. Die Fassade bröckelt.

CDU hat nichts gegen längeres Planverfahren

Auch wenn es niemand zugeben dürfte: Manchem Jamaika-Koalitionär passt es gut, wenn sich das Planungsverfahren weiter in die Länge zieht. Ausbaukritiker können sehr unbequem sein. Und bemerkenswert ist auch, dass CDU und FDP von den Grünen sogar abrücken, wenn es darum geht, mit einem Raster zwei Prozent der Landesflächen für Windkraftanlagen zu reservieren. Dass Unions-Fraktionschef Tobias Koch keinen Hehl daraus macht, lieber mit weniger auskommen zu wollen, spricht Bände.

Dabei sollte nicht nur dem klassischen Grünen-Wähler klar sein, dass das Land in der Energiewende noch einen gewaltigen Kraftakt vor sich hat und in den nächsten Jahren viel mehr unternehmen muss, um saubere Energie intelligent für Mobilität, Wärme und Strom zu nutzen. Jamaika wäre gut beraten, in dieser so wichtigen Zukunftsfrage wieder enger zusammenzurücken.

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