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Meinungen Christian Hiersemenzel zu Margrethe II.
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20:41 04.09.2019
Von Christian Hiersemenzel
Christian Hiersemenzel kommentiert den Besuch von Margrethe II. in Schleswig-Holstein. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Eigentlich ist Schleswig-Holstein nur ein Bundesland und Daniel Günther nur Ministerpräsident. Gefühlt aber agiert Kiel mit Kopenhagen auf Augenhöhe. Das war gestern beim Besuch von Margrethe II. in der Landeshauptstadt wieder deutlich spürbar. Wobei Günther derzeit nicht nur als Chef einer Landesregierung auftritt, sondern zugleich auch als amtierender Bundesratspräsident - also als viertranghöchster deutscher Repräsentant nach dem Bundespräsidenten, dem Bundestagspräsidenten und der Kanzlerin. Nur: Dass Dänemarks Monarchin den deutschen Nachbarn gleich vier Tage ihren Respekt erweist, hat ganz andere Gründe.

Die Begeisterung, die viele Schleswig-Holsteiner inzwischen für Dänemark empfinden (was vor allem am wunderbar schnörkellosen Urlaubsland liegt), erwidern die meisten Dänen eher nicht. Sie schauen weniger nach Deutschland als zu den anderen Skandinaviern. Die Königin würdigt mit ihrem Besuch vielmehr die 50.000 Menschen der dänischen Minderheit.

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Auch ist Margrethe II. Markenbotschafterin für die heimische Wirtschaft. Zugleich lenkt ihr royaler Glanz zumindest kurzfristig von den Irritationen ab, die ein Wildschweinzaun, ständige Grenzkontrollen und ein geplanter Fehmarnbelttunnel für Mensch und Natur verursachen. Vor allem aber setzt sie ein Zeichen: 100 Jahre nach zwei Volksabstimmungen und einer Teilung Schleswigs herrscht endlich Frieden. Mehr noch: Es ist eine Grenzregion entstanden, wo Mehr- und Minderheiten vorbildlich zusammenleben.

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