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Meinungen Christian Hiersemenzel zu Ralf Stegner
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21:35 14.08.2019
Von Christian Hiersemenzel
Christian Hiersemenzel kommentiert Ralf Stegners Kandidatur für den SPD-Bundesvorsitz. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Ralf Stegner hat es mal wieder geschafft. Nach seinem Rücktritt von der Spitze der Nord-SPD hatten ihn viele bereits abgeschrieben - und waren am Mittwoch umso überraschter. Dabei verblüfft weniger der Ehrgeiz, mit dem der Bordesholmer nach dem Chefposten der maladen Bundespartei greift, als die Partnerschaft mit Grande Dame Gesine Schwan. Sie zählt zu den letzten unangefochtenen Kapazitäten der einstmals so stolzen Arbeiterpartei und könnte bei der bevorstehenden Wahl des neuen Vorsitzenden-Tandems zum eigentlichen Zugpferd werden. Auch wenn Ralf Stegner zweifellos zu Deutschlands politischen Schwergewichten zählt, sind seine Chancen im Doppelpack mit der streitbaren Professorin ungleich größer.

Intellektuell wäre der 59-Jährige der Mammutaufgabe in jedem Fall gewachsen, zumal er die Arbeit im Präsidium seit Jahren als Vize-Vorsitzender kennt. Bloß: Ein Aufbruch, den die Partei so dringend nötig hat, wäre es nicht. Kein Wunder also, dass sich der Applaus in Schleswig-Holstein in Grenzen hielt. Die besten Zeiten hat Stegner im Norden hinter sich. Landesminister dürfte er nicht mehr werden, Ministerpräsident ohnehin nicht. Auch der Parteichefposten ist passé, weil Stegner mit Serpil Midyatli gerade den Generationswechsel vollzogen hat.

Die neue Chefin lässt in diesen Tagen Führungskraft vermissen. Gleich drei Kandidaten haben sich gemeldet, doch Midyatli taucht ab und gibt nichtssagende Stellungnahmen ab. Das wäre einem Stegner nicht passiert.

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