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Meinungen Christian Hiersemenzel zur Post
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10:00 01.11.2017
Von Christian Hiersemenzel

Mittagspause! Der Beamte saß dann mit Thermoskanne und Butterbrot in seinem Schalter und beobachtete durch die Lamellen hindurch die erregten Reaktionen in der Halle. Das klingt heute fast unvorstellbar, denn die Post ging nach ihrer Privatisierung 1994 immer stärker dazu über, ihre Filialen in Geschäftszentren mit durchgehenden Ladenöffnungszeiten auszulagern und den Service zu verbessern.

Allerdings bemerkt der Kunde seit ein paar Jahren auch, dass Briefe längst nicht mehr wie früher zuverlässig am nächsten Tag beim Empfänger landen. Das Unternehmen agiert betriebswirtschaftlich: Nur noch wenige Menschen machen sich die Mühe, ihren Lieben mit der Hand zu schreiben; geblieben ist die Geschäftspost, und da deren Aufkommen montags signifikant geringer ausfällt, spart die Post AG an diesen Tagen Personal.

Das wäre okay, wenn der Service ansonsten gleich bliebe. Aber Personalknappheit und Überlastung beherrschen das Bild. Dass CDU-Fraktionschef Tobias Koch nun mit dem Äußersten droht, ist nur konsequent: Müsste der einstige Monopolist Umsatzsteuer bezahlen, käme er noch in ganz andere Zugzwänge. Das kann die Post nicht ernsthaft wollen.

Die Landesregierung hat geliefert: millionenschwere Investitionen in die persönliche Ausstattung von Polizisten, in moderne Infrastruktur und in neues, zusätzliches Personal. Das zeigt, wie hoch der Stellenwert der inneren Sicherheit bei der Jamaika-Koalition ist. Selbst die bereits eingeleitete Schließung kleiner Stationen wurde von CDU, FDP und Grünen wieder kassiert.

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