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Meinungen Christian Longardt zu AKK und Zensur
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10:00 29.05.2019
Von Christian Longardt
Christian Longardt Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

 Mit anderen Worten: Die Saarländerin ist drauf und dran, wegen eines jungen Mannes mit blauen Haaren ihre Kanzlerschaft zu verspielen. Die Unbeholfenheit, mit der die CDU-Chefin durch das politische Berlin stolpert, besorgt zunehmend auch ihre Partei. Was wird der nächste Fehltritt sein? Und wenn schon kritische Youtuber die Chefin der Union derart aus dem Tritt bringen, wie will eine Kanzlerin Kramp-Karrenbauer dann erst Trump und Putin begegnen?

Das Internet ist gnadenlos, ein Shitstorm schnell losgetreten, und nicht jede Aufregung im Netz muss einem Politiker gleich den Schlaf rauben. Auf das christdemokratische Youtube-Debakel um Rezo aber noch den in der Sache falschen Vorwurf der „Meinungsmache“ draufzusetzen, war dumm und hat nicht nur AKK selbst, sondern die Union insgesamt blamiert. Deutlicher als in den vergangenen Tagen konnte nicht werden, wie weit sich die CDU von der Jugend und deren Themen entfernt hat.

So hat die Europawahl ganz plötzlich die Hoffnungsträgerin der Union entzaubert, die vergangene Woche in Kiel noch euphorisch von Daniel Günther begrüßt worden war. Der Sonntag hat im Übrigen auch Günthers Image gehörig angekratzt – der Nimbus als Sonnyboy der CDU ist erst einmal futsch.

Es bleibt schwierig. Der Entwurf eines Luftreinhalteplans für Kiel, den Umweltminister Jan Philipp Albrecht jetzt vorlegt, ist in der Form kaum mehr als eine weitere Diskussionsgrundlage. Das Fachministerium hätte konkreter werden müssen.

Michael Kluth 29.05.2019

Das Ergebnis der Grünen bei der Europawahl stellt den Kieler Kreisverband vor die Frage, ob er nicht doch einen eigenen Spitzenkandidaten zur OB-Wahl aufstellen muss. Wer in Europa erfolgreich einen Politikwechsel fordert, sollte auch vor Ort ein personelles Angebot machen, meint Kristian Blasel.

Kristian Blasel 28.05.2019

Auch wenn die Beteiligten in der schleswig-holsteinischen Landesregierung es abstreiten: Dass die Grünen bei der Europawahl einen fulminanten Sieg einfuhren und die Landes-CDU auf Platz zwei verwies, wird für das Zusammenspiel der Koalitionspartner nicht ohne Folgen bleiben, meint Bodo Stade.

Bodo Stade 27.05.2019