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Meinungen Christian Longardt zum Zugunglück
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21:43 02.01.2019
Von Christian Longardt
Christian Longardt kommentiert das Zugunglück in Dänemark. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Ein furchtbares Unglück ist geschehen, ganz in der Nähe, bei unseren Nachbarn in Dänemark. Auf einer Brücke über der Ostsee, während auch in Schleswig-Holstein ein heftiger Sturm tobte. Das wirft bei aller Anteilnahme und Trauer zwangsläufig die Frage auf, ob eine solche Tragödie auch in Deutschland geschehen könnte.

So kurz nach einer Katastrophe sollte man mit Schlussfolgerungen oder gar Schuldzuweisungen sehr vorsichtig sein. Die ersten Einlassungen der Behörden und die Bilder vom Unglücksort aber deuten darauf hin, dass sich aus diesem Unfall für die Zukunft etwas lernen lassen wird. Wenn eine Brücke bei Sturm für Autos und Lastwagen gesperrt wird, dann ist schwer nachvollziehbar, warum leere und kaum beladene Lastwagenanhänger, die auf Güterzügen stehen, dieselbe Brücke noch passieren dürfen. Auch wenn die Trailer auf einem Zug gesichert sind, so bieten die Lkw-Planen starkem Wind doch eine erhebliche Angriffsfläche. Daher sollte überprüft werden, ob bei den geltenden Vorschriften – auch in Deutschland – ein ausreichender Sicherheitspuffer eingeplant wurde.

Was wir außerdem lernen: Es ist im Zweifel besser, einmal mehr eine Brücke komplett zu sperren als einmal zu wenig. Ob ungeduldiger Zugreisender oder gestresster Autofahrer – wir sollten uns an das Drama in Dänemark erinnern, wenn es im Radio das nächste Mal heißt: Für leere Lastwagen, Anhänger und Wohnwagen ist die Brücke XY derzeit gesperrt. Es hat seinen Grund.

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