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Meinungen Christian Strehk zum Musikunterricht
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21:00 21.05.2019
Christian Strehk ist Kulturredakteur der Kieler Nachrichten Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

An den Schulen in den Städten und vor allem auf dem Land fehlt es zunehmend an Lehrkräften, die Musikunterricht anbieten können – hochqualifizierten sowieso ... Wer soll denn noch Interesse an Schilys Musikschule zeigen, wenn schon die Erstberührung mit der nachweislich Persönlichkeit bildenden Kunst des Aufeinanderhörens nur noch über Radiogedudel stattfindet?

Nach dem doppelten Weckruf der SSW-Landtagsabgeordneten Jette Waldinger-Thiering und des Landesmusikrates im März staunten die Vertreter der Dachorganisation nun nicht schlecht, als Bildungsministerin Karin Prien unumwunden die norddeutsche Unterfinanzierung der Musikförderung allgemein und die Vernachlässigung des Musikunterrichts im Besonderen zugab.

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Dass sie zum Schulterschluss aufruft, um dem Problem endlich entgegenzuwirken, ist aller Ehren wert und wird partiell Früchte tragen können – selbst wenn man daran zweifelt, dass Kirchenmusiker und andere Seiteneinsteiger vor einer unlustigen Schulklasse pädagogisch wertvoll Wirkung entfalten können. Aber es bleibt, das deutet Prien selber an, zugleich eine Utopie, denn echte Abhilfe wird Geld wert sein müssen. Erst dann wird auch für mehr „innere Sicherheit“ der jungen Menschen gesorgt sein.

Von Christian Strehk

Anne Holbach 21.05.2019
Tamo Schwarz 20.05.2019